Nebenkosten beim Stockwerkeigentum
Wie hoch die Nebenkosten sind, ist beim Erwerb einer neu erstellten Wohnung schwierig abzuschätzen.
(stö) Wie bei Mietwohnungen fallen auch beim Stockwerkeigentum Nebenkosten an. Diese werden nicht über den Erneuerungsfonds abgegolten, sondern – mit Ausnahme der Heizkosten – über die beim Gründungsakt festgelegte Wertquote verrechnet. Die Heizkosten fallen dabei besonders ins Gewicht, und sie hängen erst noch von mehreren Variabeln ab: Einerseits gilt es den zu erwartenden Wärmebedarf zu berücksichtigen, andererseits sind die Energiepreise miteinzubeziehen. Daher sind die Kosten für Heizung und je nach Anlage auch für Warmwasseraufbereitung zumeist verbrauchsabhängig oder werden über ein separates Abrechnungskonzept erfasst.
Einige Auslagen können vornherein abgeschätzt werden: Kabelanschluss, Serviceabonnemente für gemeinschaftlich benutzte Installationen wie Heizung, Lift etc. oder Hauswart und Gärtner. Beim Heizaufwand hingegen ist im Vorfeld eines Wohnungskaufs nur eine Annäherung an die zu erwartenden Kosten möglich. Schliesslich schlägt ein milder Winter weniger zu Buche als klirrende Temperaturen, und schwankende Preise bei fossilen Energien tragen ihren Teil zu ungenauen Prognosen bei.
Ein Hauskauf ist immer Vertrauenssache, dies gilt auch beim Erwerb von Stockwerkeigentum. Daher ist die Zusammenarbeit mit Fachleuten sinnvoll. Ihre Erfahrung hilft, auch die Nebenkosten im Voraus kalkulieren zu können. So greift die Berner Immobilienfirma graf.riedi ag bei den zu erwartenden Heizkosten von Neubauten auf Werte vergleichbarer Objekte zurück. Dazu Mitinhaber Gian-Marco Riedi: «Wir ziehen aus unserem Portefeuille ein möglichst gleiches Objekt als Grundlage herbei und übertragen die bestehenden Daten unter Berücksichtigung allfälliger Abweichungen wie Heizungsart, Fassadenabwicklung etc. auf den Neubau. Aufgrund unserer Erfahrungen können wir sagen, dass die auf diesem Wege ermittelten Werte jeweils ziemlich genau sind.» Sollten Kaufinteressenten doch nicht über die zu erwartenden Heizkosten dokumentiert sein, so gibt es rudimentäre Hilfsmittel wie zum Beispiel der Heizkosten-Vergleichsrechner auf www.heizen.ch, mit denen anhand der Verkaufsunterlagen zumindest Richtwerte eruiert werden können.
Text und Bild: hausinfo
Letzte Aktualisierung:
07.11.2011

