Hausinfo

Zukunftstrends: So werden wir wohnen

Das Zuhause wird ein Ort der Selbstverwirklichung und dient zugleich als Arbeitsplatz. So lauten die wichtigsten Erkenntnisse einer Studie über die Zukunft des Wohnens.
 
(mei) Die Studie «Living in the Future. Die Zukunft des Wohnens» der Zukunftsinstitut GmbH untersucht, wie soziale und wirtschaftliche Veränderungen unsere Art zu wohnen beeinflussen. Das Daheim als einziger Bereich, den wir massgeblich steuern und beeinflussen können, entwickelt sich zu einem Rückzugsort und Gegenpol zur Aussenwelt. Zugleich gewinnen immaterielle Werte wie Spiritualität, Lebenssinn und Selbstverwirklichung an Bedeutung.
 
Sofaprogramm 6900 von Rolf BenzDas Sofaprogramm 6900 von Rolf Benz zeugt vom Trend, Überflüssiges beim Wohnen wegzulassen: Laut Studie schafft der puristische Wohnstil eine Gegenwelt zur Komplexität unserer Welt.
 
 
 
 
 
 
Mehr als Wellness
Beim Wohnen nehmen Gesundheit und Wohlbefinden einen immer wichtigeren Platz ein. So hat dank der Aufwertung des Badezimmers bezüglich Platz und Komfort Wellness längst in den eigenen vier Wänden Einzug gehalten. Regenduschen, frei stehende Wannen und Liegen ermöglichen es, viel Zeit in der einst engen Nasszelle zu verbringen. Im privaten Premiumbereich sind Wellnessoasen entstanden, in denen die Grenzen zwischen Wohn- und Badzimmer aufgehoben werden. Das Fitnessstudio daheim ist ein weiteres Beispiel für die Neuausrichtung des Wohnens.
 
Wohlbefinden spielt sich auch auf einer geistig-seelischen Ebene ab. So sollen Feng Shui oder die Radiästhesie für positive Energien sorgen, und mit Yoga und Qigong kann sich der Mensch entspannen – vorzugsweise bei sich zu Hause. Die Gebäude der Zukunft werden laut Studie dieser gesellschaftlichen Entwicklung mit einem Raum Rechnung tragen, der primär der Abschottung gegen alles Störende dient.
 
Badserie «Starck X» von Philippe StarckDie Badserie «Starck X», die Philippe Starck für Duravit entwickelte, verbindet den eigenen Ort der Kraft mit hoher Wertigkeit.
 






 

Smartes Wohnen
Was heute in Projekten zum «Intelligenten Wohnen» angedacht wird, wird unter dem Stichwort «Ubiquitous computing» in unserem Heim Einzug halten: Die totale Vernetzung einzelner Geräte, die mittels einer einzigen Oberfläche bedient werden können. So lässt sich die Heizung aus der Ferne ein- und ausschalten, die Lichtstimmung per Knopfdruck ändern, ein verschwundener Gegenstand im Haus lokalisieren. Nebst der Funktionalität der technischen Infrastruktur wird auch das Äussere immer wichtiger, wobei sich zwei Stile abzeichnen: Technik als Designfaktor, wie dies Bang & Olufsen vormachen, und Technik, die weitgehend unsichtbar bleibt.
 
«T1 Notebook» von LG ElectronicsPreisgekrönt: Das «T1 Notebook» von LG Electronics wurde mit einem red dot award ausgezeichnet.
 





 
 
Lebensort
Die Telearbeit wird in den kommenden Jahren ein Comeback erleben, so die Studie. Gerade die kreativen Tätigkeiten werden vermehrt zu Hause ausgeübt, in einem Ambiente, das den nötigen Freiraum für neue Ideen bietet. Zudem kommen nach der Patchwork-Familie immer mehr Patchwork-Arbeiter auf, die projektbezogen Aufträge annehmen oder für mehrere Unternehmen arbeiten. Ihnen gemeinsam ist das Bedürfnis, ihren Arbeitsplatz zumindest teilweise nach Hause zu verlegen. Die Wohnungen und Häuser der Zukunft werden demnach ein Büro beinhalten und somit die Grenzen zwischen Wohn- und Arbeitsort verwischen. Entstehen wird ein Lebensort, wie dies Ikea mit dem Slogan «Wohnst du noch oder lebst du schon?» bereits ankündigt.
 
Bürosystem «Più» von ZoltanDas Bürosystem «Più» von Zoltan zeigt, wie ein Homeoffice aussehen kann.
 
 






 
 
Text: hausinfo
Bilder: zvg

Datum: 17.05.2012
Letzte Aktualisierung: 26.01.2012
URL: http://www.hausinfo.ch/home/de/finanzen-steuern/kauf-verkauf/zukunftstrends.html