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Zweitwohnungen

Ferienhäuser gelten als Luxusgut. Entsprechend gering sind die Sparmöglichkeiten bei den Steuern.
 
Ferienhäuser gelten als Luxusgut. Entsprechend gering sind die Sparmöglichkeiten bei den Steuern. (mei) Die Besteuerung von Zweitwohnungen folgt weitgehend derjenigen von dauernd genutzten Wohnimmobilien. Von der Abschaffung der Dumontpraxis profitieren somit auch Erwerber von Zweitwohnungen, wenn sie in den ersten fünf Jahren nach dem Erwerb einer im Unterhalt vernachlässigten Liegenschaft werterhaltende Renovationsarbeiten vornehmen. 


Eigenmietwert
Während der Besitzesdauer muss der Eigenmietwert als Einkommen versteuert werden. Dies ist auch dann der Fall, wenn die Liegenschaft aufgrund der Wetterverhältnisse nicht das ganze Jahr über benutzbar ist, beispielsweise wegen Schneefall oder Lawinengefahr. Wird die Liegenschaft teilweise an Feriengäste vermietet, ist der Eigenmietwert nur noch anteilsmässig steuerbar. In diesem Fall müssen jedoch zusätzlich auch die Mieteinnahmen versteuert werden. 
  
Grundstücksgewinnsteuer  
Wird das Ferienhaus verkauft, fällt die so genannte Grundstückgewinnsteuer an. Sie ist umso höher, je kürzer die Besitzesdauer ist. Wechselt das Objekt gar nur wenige Jahre nach dem Erwerb den Besitzer, kann in gewissen Kantonen zusätzlich ein so genannter Spekulationszuschlag anfallen. Da für die Besitzesdauer nur ganze Jahre mitgerechnet werden, lohnt sich eine sorgfältige zeitliche Planung eines Verkaufs. Wichtig ist es, alle Belege über wertvermehrende Arbeiten (die steuerlich nicht als Unterhaltskosten abziehbar sind) aufzubewahren. Beim Verkauf kann man durch den Nachweis von erhöhten Anschaffungskosten, wozu auch wertvermehrende Arbeiten gehören, die Grundstückgewinnsteuer reduzieren. Eine steuerlich privilegierte Ersatzbeschaffung gibt es für Zweithäuser und –wohnungen nicht. 
 

Spartipps
  • Der Gebäudeunterhalt birgt Sparpotenzial. Grössere Unterhaltsarbeiten können auf mehrere Jahre verteilt werden. Diese Etappierung bringt allerdings nur dann Vorteile, wenn die effektiven Unterhaltskosten in allen betroffenen Jahren über der Pauschale liegen. Andernfalls profitiert man besser in einem Jahr von der Pauschale und zieht in einem anderen Jahr die vollen Kosten ab.
  • Der Spareffekt durch die indirekte Amortisation wird bei Zweitwohnungen dadurch geschmälert, dass die ordentliche Verschuldung bei Ferienhäusern nur ca. 60 % betragen kann: Banken verlangen für die Finanzierung von Zweitwohnungen normalerweise mindestens 35-40 % Eigenmittel.



Text: hausinfo
Bild: ImagePoint (PicPark.com)

Datum: 17.05.2012
Letzte Aktualisierung: 01.03.2012
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