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Camassia

Neben Tulpen und Narzissen gibt es zahlreiche aussergewöhnliche Zwiebelblüher wie die Camassia.
 
Die blassblauen Sternblüten der Camassia strahlen besonderen Charme aus.Die Camassia-Arten gehören nicht zu den ersten Frühlingsboten, aber mit den blauen Blütenkerzen setzt dieser Vorsommerblüher im Mai/Juni subtile Akzente in Blumenrabatten. Blaue Blüten sind im Garten sehr begehrt. Blau verbinden wir mit der Weite des Himmels und der Seen. Es ist die Farbe der Harmonie und lässt sich gut kombinieren. Von der Gattung Camassia gibt es fünf Arten, von denen die vier wichtigsten im Westen von Nordamerika ihre Heimat haben. Die Ureinwohner, die Indianer, haben die Zwiebeln der Camassia quamash gekocht oder sie zu Mehl für Fladen verarbeitet. Noch heute werden sie da und dort extra dazu angebaut.
 
 
  
Ausdauernde Staude 
Die mehrjährigen, zwiebelbildenden Liliengewächse produzieren riemenförmige, rosettenartig angeordnete Blätter. Zahlreiche, blaue Sternblüten öffnen sich am Ende der 40 bis 100 cm hohen, blattlosen Stängel. Die Camassia wurde züchterisch bearbeitet. Man erzielte grössere Blüten und neue Farbtöne, die zwischen Dunkelblau und dem blassen, ausgewaschenen Blau der ursprünglichen C. quamash liegen. Panaschiertes Laub hat Camassia quamash 'Blue Melody'.
In ihrer Heimat kommen die Camassia-Arten vor allem auf Wiesen vor, die im Frühjahr ziemlich feucht sind. Entsprechend muss man sie in dieser Jahreszeit bei uns reichlich wässern.
  
Zwiebeln pflanzen 
Ideale Pflanzzeit ist der September. Je nach Grösse der Zwiebeln 15 oder 20 cm tief setzen, am besten horstweise. Bevorzugt wird ein nährstoffreicher, aber durchlässiger Boden und volle Sonne bis Halbschatten. Im Spätsommer möchten die Zwiebeln trocken stehen, damit sie ausreifen. Im Winter schützt eine Mulchdecke aus Laub.
  
Trollblumen passen gut zur Camassia.Mit Stauden kombinieren
 
Penelope Hobhouse, die berühmte Gartengestalterin und Buchautorin aus England, schreibt: «Man sollte die Camassia gruppenweise in Mischrabatten setzen, wo Stauden heranwachsen, von denen die nach der Blüte absterbenden Blätter verdeckt werden.» Gute Nachbarn sind Gräser, Trollblumen (im Bild), Astilben, Rodgersien und Blattstauden wie Hostas.
   
 
 
Text: Zeitschrift «Schweizer Garten»
Bilder «Schweizer Garten» und ImagePoint (Rainer Hunold)
«Schweizer Garten»
 
 

Letzte Aktualisierung: 16.02.2012