
«Pond» steht für die lateinische Bezeichnung einer alten physikalischen Krafteinheit. Erfrischt und voller Energie, steigt man aus dem neu angelegten, bis 1,5 Meter tiefen Swimpond, bei welchem ein Mehrkammerfiltersystem sowie eine schöne Uferbepflanzung die Wasserqualität im Gleichgewicht halten. Sauber und hygienisch, aber dennoch mit der nötigen Prise Naturvergnügen durch Tiere und
Pflanzen. Im Unterschied zu herkömmlichen Schwimmteichen ist die Regenerations-Zone direkt dem Schwimmbereich angegliedert. Der Teich als Ganzes fügt sich viel kompakter in den Garten ein, lässt Spielraum für harmonische Raumplanungen.
Ausgedienter Pool Durch die naturnahe Gestaltung und die Integration ins Gelände wird aus einem alten Badepool ein moderner und attraktiver
Wassergarten, einladend zur sommerlichen Erfrischung oder zur Verwendung als ganzjähriger Erholungsraum. Ein Swimpond kann in verschiedenen Grössen angelegt werden, der Uferbereich lässt sich beliebig formieren. Die Neu-Erstellungskosten sind einem Pool ähnlich, für die Umgestaltung eines vorhandenen Beckens von 32 m² kann mit einem Preis von rund CHF 70'000.– (Umsetzung durch Gartenbauer) gerechnet werden. Die Unterhaltskosten und der zukünftige Pflegeaufwand sind aber bedeutend geringer als beim herkömmlichen Freibad.
Komplettsystem Nach der Planung und Organisation beginnt man mit dem Aushub. Dieser muss meist mit fremder Hilfe oder zusätzlichen Maschinen (Landschaftsgärtner) ausgeführt werden. Danach erfolgt die Materiallieferung. Nun gilt es, die Fundamente zu mauern, den Boden (Stahlbetonsohle) zu betonieren und dabei die Wasser- und Filteranschlüsse (Pumpenschacht, Rohrdurchbruch) einzuplanen. Für Swimmingpoolbesitzer fällt der erste Teil weg. Den alten Pool hat er gereinigt, zwei Mauern mit Hohlblockelementen erhöht und um eine Kammer (fürs Filtersystem) erweitert. Der Aushub kommt bei der übrigen Geländeplanierung zugute. Die Pool-Aussenwände werden hinterfüllt, die Sohle des Teichbereichs mit 10 cm Sand (zum Schutz der Folie) belegt, die Uferzone nach eigenen Vorstellungen nivelliert. Die Überlaufmulde entsteht durch die entsprechende Einsenkung und Kapillarsperre. Dafür werden Hölzer eingeschlagen, der PE-Teichrand angenagelt und der Flachwasserbereich planiert.
Finessen Jetzt wird geprüft, ob der Teich dicht ist. Bei stabilem Ergebnis werden die Leitungen verlegt und die Lärchenholzkästen mit den dazugehörenden Scheinwerfern montiert. Das Filtersystem kann nun angeschlossen werden. Zur Filterwartung lassen sich die auf Rollen stehenden Teile verschieben. Kreativität zahlt sich aus bei der Kiesauffüllung. Die Pflanzen können entweder nach vorliegendem Plan oder nach eigenem Gutdünken ins Kies gepflanzt werden. Zu empfehlen sind unter anderem: Blutweiderich (Lythrum salicaria), Iris (I. pseudacorus, I. laevigata), Tausendblatt (Myriophyllum aquaticum), Froschlöffel (Alisma plantagoaquatica), Gauklerblume (Mimulus luteus), Sumpfvergissmeinnicht (Myosotis palustris), Dotterblume (Caltha palustris), Rohrkolben (Typha laxmannii, T. minima), verschiedene Seerosen (Nymphaea) und das Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia). Zukünftig bleibt zur Pflege des Swimponds bei den Pflanzen gelegentlich das Laub zu entfernen (Frühling bis Herbst) sowie das Zurückschneiden der Wasserpflanzen. Im Sommer den Badebereich nach Bedarf saugen, die Filter putzen.
Text und Bild: Zeitschrift «Schweizer Garten»
