Nisthilfen für nützliche Insekten
Hummeln
Die sanften Brummer nisten sowohl unter- als auch oberirdisch. Eine einfache oberirdische Hilfe kann z. B. ein Vogelnistkasten sein, dessen Einflugloch verkleinert wird. Das Innere des Kastens wird idealerweise zunächst mit etwas Kleintierstreu oder Holzwolle ausgekleidet, darauf folgt das Nistmaterial in Form von Moos oder Polsterwolle. Eine besondere Freude machen Sie Ihren geflügelten Gästen mit speziellem Nistmaterial mit Mäusegeruch, das in Zoofachhandlungen erhältlich ist.
Als Standort bietet sich ein sonniger, regen- und windgeschützter Platz in Bodennähe auf Balkon oder Terrasse an mit dem Eingang nach Osten. Im Winter gilt es, die Hummelherberge einer gründlichen Reinigung zu unterziehen und die Einlage zu ersetzen, so dass Anfang März neue Bewohner einziehen können.
Florfliegen
Die zarten Insekten mit ihren goldglänzenden Augen und transparenten Flügeln sind von Mitte September bis im Frühling auf ein schützendes Heim angewiesen. Was das Florfliegenherz begehrt? Eine Unterkunft aus Holz oder Holzbeton beispielsweise mit den Massen 30 x 30 x 30 cm. Diese wird locker mit Weizenstroh gefüllt und besteht an der Vorderseite aus schräg angenagelten Dachlatten, die als Einflugschlitze fungieren. Wenn Sie das Ganze überdies mit einem rötlichen Anstrich krönen, dann locken Sie die fleissigen Schädlingsfresser garantiert an.
Es empfiehlt sich, den Lamellenbau in einer Höhe von anderthalb bis zwei Metern mit der Vorderseite windabgewandt z. B. an einem Obstbaum oder einer Mauer anzubringen. Das Stroh im Kasten muss später nicht erneuert werden.
Marienkäfer
Wer kann schon von sich sagen, dass das Glück in seinem Garten wohnt? Mit einer Marienkäfer-Behausung gelingt es Ihnen sicher, die hübschen Insekten mit den glücksbringenden Punkten heimisch werden zu lassen. Das Quartier kann beispielsweise die Form eines Vogelnistkastens haben, in dessen Bodenbrett einige Einschlupflöcher von etwa 8 mm gebohrt werden. Der Innenraum wird mit Holzwolle ausgestattet und an der Rückwand eine längere stabile Latte befestigt. Deren Ende wird in die Erde gesteckt und zwar am besten zwischen Pflanzen, die stark von Blattläusen befallen sind.
In puncto Standort ist eine sonnige bis halbschattige Stelle mit Blick nach Südosten optimal. Das Häuschen bleibt ganzjährig im Freien, eine Reinigung ist nicht vonnöten.
Ohrwürmer
Ihre Zangen können auf den ersten Blick furchterregend wirken. Dabei sind sie viel zu schwach, um menschliche Haut zu durchstechen. Es gibt somit keinen Grund, sich vor Ohrwürmern zu ängstigen. Ganz im Gegenteil: Mit einem Ohrwurm-Obdach werden Sie viel Freude in Ihrem Garten haben. Was es dazu braucht? Einen Tonblumentopf, einen kleinen Holzstab, der nicht länger ist als der Durchmesser des Topfbodens, enggeknüpften Maschendraht, eine ca. 50 cm lange Kordel und etwas Stroh oder Holzwolle. Die Kordel wird nun in der Mitte des Hölzchens festgeknotet und das längere Kordelende durch die Öffnung des Topfbodens gezogen. Das kürzere Ende sollte im Inneren des Topfes herunterhängen und etwas länger sein als der Topf tief ist. Am kürzeren Ende der Kordel wird sogleich das Drahtgeflecht gespannt, damit die Füllung aus Stroh oder Holzwolle nicht herausfallen kann.
Ihr «Werk» können Sie im Frühjahr an einem Ast in sonnengeschützter Lage montieren, wobei der Topfboden den Ast berühren sollte. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Ohrwurm-Stätte bei Wind hin- und herschaukelt oder es die kleinen Kerlchen nicht schaffen, den rettenden Eingang zu erklimmen. Anschliessend heisst es der Natur freien Lauf lassen, sprich eine Reinigung oder Erneuerung der Füllung ist nicht erforderlich.
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Text: hausinfo
Bilder: ImagePoint (Andreas Fritz, haselbacher, Norbert Grüner)
(mm) Es summt, brummt und krabbelt immer seltener auf unseren Wiesen. Bienen, Hummeln, Ohrwürmer und andere nützliche Insekten haben schwer zu kämpfen gegen Planierraupen, Monokulturen und Umweltgifte. Dabei sind diese Tierchen so wichtig. Wussten Sie, dass beispielsweise ein einzelner Marienkäfer während seines Lebens mehrere tausend
Wildbienen
Alle unter einem Dach 
