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Oh Tannenbaum!
Als Weihnachtsbaum im Wohnzimmer eignen sich verschiedene Nadelbäume. Wer die Gelegenheit hat, sollte den Tannenbaum früh kaufen und an einem kühlen Ort mit genügend Wasser aufbewahren. Eine Alternative ist der Baum im Topf.
(sku) Der Ursprung des Weihnachtsbaums lässt sich nicht genau festlegen. Er wird in verschiedenen Kulturen erwähnt. Bereits im 4. Jahrhundert nach Christi feierten zum Beispiel die Römer Weihnachten. Man glaubte, mit immergrünen Pflanzen Lebenskraft und Gesundheit ins Haus zu holen. Ziemlich klar ist, dass im 18. Jahrhundert weihnachtlich geschmückte Bäume Einzug in die Häuser des Adels hielten. Im 20. Jahrhundert eroberte der Weihnachtsbaum schliesslich die Welt.
Tannen sind beliebtAls Weihnachtsbaum werden heute hauptsächlich Tannen verwendet. Weit verbreitet sind ebenfalls Fichten und andere Nadelbäume. Viele Christbäume werden aus Dänemark oder Norddeutschland importiert, obwohl die Qualität und Frische der heimischen Bäume von bester Güte sind.
Die Rottanne (Picea abies) wächst als einheimische Fichte in Europa. Sie entwickelt dunkelgrüne, bis 15 mm lange Nadeln und duftet stark nach Harz. Im Wasserbehälter ist sie rund 5 Wochen haltbar.
Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) ist ursprünglich in der Türkei, Georgien und in der Nordkaukasus-Region Russlands beheimatet. Die Nadeln sind glänzend dunkelgrün und an der Unterseite leicht silber-weiss. Sie werden bis zu 3 cm lang. Im Wasserbehälter über mehrere Wochen haltbar.
Die Blaufichte (Picea pungens) stammt aus Nordamerika. Sie entwickelt je nach Standort blaugrün bis hellblaue Nadeln und duftet stark nach Harz. Gut haltbar bis Ende Januar. Kann auch gut verwendet werden, wenn Katzen im Haushalt sind, da die Nadeln stark stechen.
Die Nobilistanne (Abies nobilis) ist in Nordamerika und Kalifornien beheimatet. Sie entwickelt dunkelgrüne bis silberblaue, rund 3,5 cm lange Nadeln die nicht stechen. Die Haltbarkeit der Nadeln ist noch besser als bei der Nordmanntanne. Sie fallen auch bei vollkommener Trockenheit nicht ab.
Kauf und PflegeWer die Gelegenheit hat, den Baum zu lagern, sollte diesen so früh wie möglich kaufen, da die meisten Verkäufer ihre Produkte nicht im Wasser halten. Der Weihnachtsbaum wird am besten an einem kühlen Ort mit genügend Wasser aufbewahrt. Zudem muss der Baum beim Kauf frisch und gesund aussehen und eine gleichmässige Farbe und Benadelung haben, die für die jeweilige Baumart typisch sind.
Falls der Baum gefroren ist, sollte er langsam aufgetaut werden. Das Christbaumnetz (Verpackung) wird immer nur von unten nach oben geöffnet. Den Baum nicht in der Nähe der Heizung aufstellen und einen wassergefüllten Christbaumständer verwenden, der mindestens vier Liter Wasser aufnehmen kann. Das Wasser im Behälter regelmässig nachfüllen. Vor dem Aufstellen das Stammende frisch anschneiden. Je kühler die Raumtemperatur, desto länger halten die Nadeln. Vorsicht: Bei Trockenheit der Bäume besteht hohe
Brandgefahr.
Weihnachtsbäume im TopfAls Alternative bieten sich Weihnachtsbäume im Topf an. Beim Kauf darauf achten, dass der Baum auch wirklich im Topf gewachsen ist. Ein im Topf gewachsener Weihnachtsbaum kann einige Wochen im Wohnzimmer bleiben. Dabei wird der Weihnachtsbaum regelmässig mit Wasser versorgt, weil durch die warme Zimmertemperatur ziemlich viel Feuchtigkeit verdunstet.
Ein Weihnachtsbaum im Topf kann später im Garten gehalten werden. Bevor er nach Weihnachten in den Garten kommt, braucht er eine Umgewöhnungszeit. Denn im Wohnzimmer wird der Baum durch die warme Zimmertemperatur innert kurzer Zeit aus seiner Winterruhe geweckt. Am besten kommt der Baum vorerst in einen kühlen, frostfreien, aber hellen Raum. Dort bleibt er bis zum Frühjahr. Ab März kann der Baum in den Garten gepflanzt werden.
Text: hausinfo
Bilder: ImagePoint (Beate Zoellner, Ariane Lohmar)
Letzte Aktualisierung:
30.03.2011