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Kompostieren: Wertvoller Dünger für den Garten
Kompostieren ist ökologisch sinnvoll und spart Kosten bei der Kehrichtabfuhr. Einrichten lässt sich ein Kompost zu jeder Jahreszeit.

(sku/mei) Kompost ist im Garten ein guter Lieferant von Nährstoffen. Er gilt als wertvoller
Dünger für
Gemüse, Blumen und andere Pflanzen. Je nach Material, das dem Kompost zugeführt wird, enthält er mehr oder weniger Nährstoffe. Nährstoffreiches Material sind zum Beispiel Rüstabfälle aus der Küche, Grüngut, das beim Ernten von Gemüse anfällt, oder Rasenschnitt. Holzhäcksel, Zweige und Laub dagegen sind nährstoffarm und reich an Kohlenstoff. Sie verändern die Struktur während der Rotte nur langsam und ergeben alleine keinen oder erst nach sehr langer Zeit brauchbaren Kompost. Ein gleichmässiger Rotteprozess wird dann erreicht, wenn eine gute Mischung aus nährstoffreichem und nährstoffarmem Material vorhanden ist.

Ein Kompost benötigt rund zwei Quadratmeter freie Gartenfläche. Einfach und übersichtlich ist das Anlegen eines Komposts mittels Mieten. Dabei wird das Grüngut aufgeschichtet. Bei einem Walmkompost wächst der Kompost hingegen in die Breite, so dass mit der Zeit ein Walm entsteht. Ein Walm braucht dementsprechend mehr Platz als eine Miete, das Grüngut lässt sich dafür einfacher umschichten.
Für kleine Gärten eignet sich das Kompostieren in einem Behälter. Als Behälter kommen beispielsweise Kompostsilos oder Thermokomposte in Frage. Hier werden die Abfälle oben eingefüllt, während unten der fertige Kompost entnommen werden kann. Bei Mieten hingegen wird das Grüngut in klassischer Tradition aufgeschichtet. Andreas Blunier, Geschäftsleiter von Wyss Gartenhaus in Bern, empfiehlt, unabhängig vom gewählten System zwei Komposte zu installieren: «Bei zwei Anlagen dient eine der Aufnahme von Grüngut, während Sie von der anderen den fertigen Kompost entnehmen können. Bei nur einer Anlage müssen Sie sehr vorsichtig mischen, damit nicht plötzlich die Bananenschale unter den Rosen landet.» Um die pflanzlichen Abfälle einer Familie aufnehmen zu können, braucht es zwei Thermokomposte mit je 200 Liter Fassungsvermögen, die zusammen ca. 300 Franken kosten. Eine wesentlich günstigere Variante sind Kompostgitter für eine Miete, die auf etwa 110 Franken zu stehen kommen.
Die Grundregeln- Kompost an gut zugänglicher Stelle einrichten, wo keine Staunässe entstehen kann.
- Nur kompostierbare Garten- und Küchenrüstabfälle auf den Kompost geben.
- Nicht organisches Material entfernen.
- Keine kranken Pflanzen auf den Kompost geben.
- Rasenschnitt nicht zu dicht auftragen und mit anderem Grüngut mischen.
- Unkräuter nicht im versamenden Zustand kompostieren.
- Vorsicht bei Unkräutern, die sich durch Ausläufer vermehren.
- Kein Fleisch und Fisch und keine gekochten Speisereste auf den Kompost geben.
- Die obersten 10 cm stets vermischen, das Zersetzen erfolgt schneller und die frischen Abfälle liegen nicht obenauf.
- Kompost während des Jahres 2-3 mal umsetzen und mischen.
- Kompostmiete mit luftdurchlässigem Vlies vor Witterung schützen.
| Was tun, wenn der Kompost |
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- stinkt: Frische Abfälle gut einarbeiten, Steinmehl ausbringen und Strukturmaterial wie Laub oder Stroh zumischen.
- zu nass ist: Bei Kompostsilos den Deckel bei warmem Wetter offen lassen und Strukturmaterial wie Laub oder Stroh zumischen.
- zu trocken ist: Wässern oder den Deckel des Kompostsilos über Nacht geöffnet lassen.
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Einsatz von Kompost Das Anwenden von Kompost ist abhängig von seiner Zusammensetzung, seiner Pflege, dem Zeitpunkt der Anwendung und den Ansprüchen der Pflanzen. Je nach Rotteverlauf kann der Kompost nach rund sechs bis zwölf Monaten verwendet werden. Guter Kompost ist dann einsatzbereit, wenn er gut verrottet ist und eine krümelige Struktur aufweist. Der Reifegrad kann mit einem «Kressetest» festgestellt werden. Dabei wird aus der Mitte eines Kompostlagers etwas Erde entnommen und Kressesamen ausgesät. Spriesst die Kresse nach drei bis vier Tagen, ist der Kompost bereit für den Einsatz im Garten.
Kompost kann als Dünger für das Gemüsebeet, für Blumen- und Gehölzrabatte wie auch im Obst- und Beerengarten eingesetzt werden. Dabei lässt sich mit einer durchschnittlichen Kompostgabe von 2-3 Litern pro Quadratmeter und Jahr der organische Nährstoffbedarf vieler Kulturen decken. Starkzehrende Pflanzen wie Kohlgewächse (Link auf Garten / Gemüse / Federkohl), Gurken, Kartoffeln, Lauch oder Sellerie können zusätzliche Gaben während dem Jahr erhalten. Weil im Kompost die mineralische Komponente fehlt, empfiehlt Blunier zusätzlich einen mineralischen Dünger zu verwenden. «Wer biologisch gärtnert, kann auf Urgesteinsmehl zurückgreifen», empfiehlt der Experte.
Text: hausinfo
Bilder: Kompostforum und ImagePoint (Jo Montana)
Letzte Aktualisierung:
16.02.2012