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Bauherrenbegleitung: Akzente an den Wänden
Zusammen mit einer Feng Shui-Beraterin hat Heidi Lutstorf bestimmt, welche Wände wie gestrichen werden. Obwohl grundsätzlich erdige, warme Töne geplant waren und wie gewünscht umgesetzt wurden, gefällt ihr die graue Wand im Büro besonders gut.

(msc) Wie bereits in anderen Bereichen ihres Hausbaus haben Heidi Lutstorf und Dietrich Bögli bei den Wandfarben eine klare Aufgabenteilung vorgenommen: «Didi hat das mir überlassen», sagt die Bauherrin schmunzelnd. Das funktioniere gut, weil sie ohnehin einen ähnlichen Geschmack hätten und mit ihren Vorschlägen beim Partner kaum je auf absolute Ablehnung stiessen.
Erdige und warme Farben
Von Anfang an habe sie sich einzelne Wände in erdigen Farbtönen vorgestellt, erzählt Lutstorf: «Die Farben sollten Wärme ausstrahlen, gemütlich sein.» Zu Beginn arbeitete der Architekt Hansruedi Bader zusammen mit der Feng-Shui-Beraterin Astrid Mühlhauser aus Düdingen Vorschläge aus. Gemeinsam mit Mühlhauser nahm Heidi Lutstorf dann vor Ort die definitive Auswahl vor. Die Feng-Shui-Beraterin brachte Muster des Anhydrit- und Korkbodens sowie einen Farbfächer der Keim-Farben mit. Die Farben dieser Firma sind mineralisch und gelten deshalb als unbedenklich für die Raumluft.
Zum Horoskop der Tochter passendIm Haus fällte die Lehrerin die Entscheide ziemlich zügig: «Wir gingen durch die Räume, legten die Farben fest – und anschliessend rief ich gleich den Maler an», sagt Lutstorf. Der grosse Koch-Wohn-Essbereich blieb ohne Wandfarbe, da die Küche mit Kochinsel am einen Ende des Raumes bereits in Burgunderrot gehalten ist. Das Spielzimmer im Erdgeschoss erhielt eine Wand in Ockergelb, und mit der selben Farbe wurden auch eineinhalb Wände im Kinderzimmer gestrichen, das über dem Spielzimmer liegt. Astrid Mühlhauser achtete bei der Auswahl unter anderem auf das chinesische Horoskop von Lutstorfs und Böglis Tochter Anouk: «Es zeigte sich, dass die von Heidi Lutstorf gewünschten Farbtöne Gelb und Grün Anouk stärken und damit passen; wir wählten schliesslich dieses warme Gelb.»
Braun für die GeborgenheitIm Elternzimmer präsentiert sich die Wand, in der sich auch die Tür befindet, in beruhigendem Braun. Hier hätten Hansruedi Bader und sie einerseits darauf geschaut, dass der Erdton zum Korkboden passt, sagt Mühlhauser. Andererseits liege das Schlafzimmer nach Feng Shui im Metallbereich, und das Braun stärke diesen: «Die erdige Farbe fördert das Geborgenheitsgefühl, zudem gehört auch die Partnerschaft in den Erdbereich.» An den Seiten sind zwei Streifen weiss geblieben, damit das Braun einen Rahmen für das Bett bildet.
Konzentration und KreativitätIm grossen Büro, das später in zwei Zimmer unterteilt werden kann, beherrscht eine schiefergraue Wand die Szene. Was auf den ersten Blick ungewohnt ist, hat laut der Feng-Shui-Beraterin durchaus einen tieferen Grund: Zusammen mit dem Architekten schlug sie diese Farbe vor, weil sie beim Arbeiten die nötige Klarheit bietet und die Konzentration fördert. Und das Grau passe ebenfalls zum Metallbereich, in dem auch diese Wand liegt. Heidi Lutstorf und Dietrich Bögli gefällt sie ganz besonders gut, da sie je nach Lichteinfall vielfältig wirkt und im Büroraum ein ruhiges, neutrales Klima erzeugt, in dem die Bauherren sich wohlfühlen.
Willkommensgruss in OrangeErst bei der Besichtigung mit der Feng-Shui-Beraterin zusammen kam Heidi Lutstorf auf die Idee, die schmale Wand neben der Eingangstüre im Erdgeschoss orange zu malen und diesen Streifen in den zweiten Stock – genau in der Linie der Treppe – weiterzuziehen. «So ergibt sich eine Einheit von unten nach oben, wenn man die Treppe hinaufgeht», sagt Heidi Lutstorf. Insgesamt sind sie und Dietrich Bögli mit dem Resultat sehr zufrieden. Die Farben strahlten eine schöne Wärme aus, seien aber nicht dominant, findet die Bauherrin. Und: «Alle verwendeten Farben passen gut zur Küche und auch zum Lärchenholz in der Dusche und im Bad – ohne dass wir das geplant hätten.»
Text und Bilder: hausinfo
Letzte Aktualisierung:
16.05.2012