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Do-it-yourself: Treibhaus stellen

Ein Treibhaus bietet der Hobbygärtnerin oder dem Hobbygärtner zahlreiche Vorteile. Die Gartensaison beginnt früher und dauert länger, das Wachstum der Pflanzen wird beschleunigt, und sie finden auch im Winter ein frostsicheres Plätzchen.
 
Es sollte im Voraus klar sein, wozu das Treibhaus gebraucht wird.Grösse und Form
(pg) Am besten verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick über die zahlreichen Angebote. Dabei ist es wichtig, vorgängig zu wissen, wie man sein Treibhaus nutzen will. Vom tunnelförmigen Folienüberbau bis zum Nobeltreibhaus ist jedes Modell erhältlich. Ebenso verhält es sich mit der Form, wo es vom normalen 4-eckigen Treibhaus über 5-Eck-Konstruktionen bis hin zu High-Tech-Pavillons alles gibt. Planen Sie Ihr Treibhaus auf jeden Fall gross genug, denn je nach beabsichtigter Nutzung gehört einiges an Zubehör dazu: Regale, Tische, Pflanzengefässe, Laufstege, Heizung und Lüftung. Achten Sie darauf, dass Ihnen die Höhe ein Arbeiten ohne Bücken ermöglicht.
  
Der ideale Platz
Auch die richtige Platzierung des Treibhauses will frühzeitig überlegt sein. Möglichst viel Morgen- und Abendsonne fangen Sie ein, wenn die breiten Fensterflächen nach Osten und Westen zeigen. Schattenwurf wie z.B. durch Bäume kann stören, im Sommer aber auch vor übermässiger Sonneneinstrahlung schützen. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass das Treibhaus an einem möglichst windgeschützten Ort zu stehen kommt. Je näher Sie an bereits vorhandene Strom- oder Versorgungsleitungen bauen, desto leichter fällt die mögliche Verlegung von Wasser und Strom  ins Gewächshaus.
 
Hohlkammerplatten statt Glas
«Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen», heisst ein altes Sprichwort. Das ist aber nicht der Grund, warum heute bei den meisten Treibhäusern nicht mehr Glasfenster, sondern Hohlkammerplatten eingesetzt werden. Diese sind wesentlich leichter und lassen sich deshalb besser transportieren und montieren. Sie verfügen über eine hohe Lichtdurchlässigkeit, hervorragende Wärmedämmung, sind weitgehend bruchsicher und brechen das Licht ohne Brennglaseffekt.
 
Profitipps
Profitipps
  • Falls Sie Wohneigentümer sind, lassen Sie wenn nötig das fertige Treibhaus in die Police der Gebäudeversicherung aufnehmen. Somit erstreckt sich der Versicherungsschutz Ihres Gebäudes künftig auch auf das Treibhaus.

Hauptarbeiten
  • Das Fundament
    Übermässiges handwerkliches Geschick ist für den Aufbau eines Treibhauses nicht nötig. Sie sollten aber unbedingt genügend Zeit einplanen, den Aufbau zu zweit in Angriff nehmen und vor dem Aufbau die Montageanleitung genau studieren.
    Es sind zahlreiche Modelle erhältlich, die nur mit einem Haken im Boden verankert werden. Auf einem Fundament steht Ihr Treibhaus aber sicherer. Auch hier haben Sie verschiedene Möglichkeiten, je nach Grösse und Gewicht des Treibhauses: 
a) Punktfundament
Eine einfache Variante ist das so genannte Punktfundament, bei dem Sie Betonrohre von ca. 20 cm Durchmesser und ca. 80 cm Länge in den Boden einlassen und mit frischem Beton auffüllen. Diese Fundamente verrotten nicht, ersparen viel Beton und haben ihren tiefsten Punkt in frostsicherer Tiefe.

b) Streifenfundament
Als massivere Variante bieten sich Streifenfundamente an. Dazu wird ein schmaler Graben ausgehoben und mit Beton gefüllt. In dieses Fundament werden anschliessend Betonsteine oder Betonformteile gesetzt. Dabei gibt eine vorher gespannte Richtschnur die Höhe vor.

Richten Sie die Höhe sowohl der Punkt- als auch der Streifenfundamente mit der Wasserwaage und der Richtschnur. Nur wenn das Fundament in der Waage steht, passen die einzelnen Profile des Treibhausaufbaus genau, unabhängig davon, ob das Gerippe aus Aluminium oder Holz besteht. Fixieren Sie das Fundament Ihres Treibhauses auf dem Streifenfundament.
 
  • Aufbau
    Nun folgt der eigentliche Aufbau des Treibhauses. Legen Sie die benötigten Bauteile auf einer Fläche aus. Montieren Sie die einzelnen Profilteile mindestens zu zweit gemäss Anleitung zusammen. Schritt für Schritt kommt der fertige Rahmen zusammen, der nun auch gleich verglast werden kann.
    Wie beim Aufbau werden auch bei der Verglasung zunächst alle Teile gesichtet und sortiert. Beim Einglasen ist schliesslich darauf zu achten, dass die Seiten nicht verwechselt werden. Die Hohlkammerplatten haben gewöhnlich eine UV-Licht-stabilisierte Seite, die nach aussen gerichtet werden muss. Das Einsetzen der Scheiben verläuft von oben nach unten. Nach dem Abdichten sitzen die Scheiben fest im Rahmen.
Zum Abschluss wird nun der Rahmen fest auf dem Fundament verschraubt, womit das Treibhaus auch grösseren Stürmen Stand hält.
 
Baubewilligung oder nicht? 
Brauchen Sie für Ihr Treibhaus eine Baubewilligung? In der Schweiz braucht es im Prinzip eine Baubewilligung, sobald eine bauliche Intervention einen Ort verändert. Gehen Sie also davon aus, dass Sie für die Erstellung Ihres Treibhauses eine Baubewilligung benötigen, wenn es über ein festes Fundament verfügt. Ohne Fundament gilt das Treibhaus als mobil und benötigt in der Regel keine Bewilligung. Kontaktieren Sie auf jeden Fall zuerst das Bauamt Ihrer Wohngemeinde.
 
Infobox
Infobox
Laden Sie hier die Infobox (PDF) mit Angaben zu Material, Werkzeug, Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand herunter.
 
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Text: hausinfo

Bilder: Neogard, ImagePoint (Siegfried Bachmann, f8-Das Bild)

Letzte Aktualisierung: 21.03.2012