Seite drucken

Do-it-yourself: Wände und Decken streichen

Mit Farbe und Pinsel sind schon viele Meisterwerke geschaffen worden – jetzt sind Sie an der Reihe: Verleihen Sie Ihren Wänden eine persönliche Note. Sie benötigen nicht nur relativ wenig Zeit und Material, Wände und Decken streichen macht auch viel Spass.
 
Dispersionsfarben, Latexfarben, Acryllacke, Kunstharzlacke - die Auswahl an Farben ist sehr gross. Aber nicht alle eignen sich für jeden Zweck.Materialwahl
(pg) Dispersionsfarben, Latexfarben, Acryllacke, Kunstharzlacke – die Auswahl an Farben ist sehr gross. Für alle Farben gelten jedoch die gleichen Qualitätsmerkmale, nämlich der Gehalt an hochwertigen Bindemitteln, der Gehalt an hochwertigem Weisspigment und die optimale Umweltverträglichkeit. Bei den meisten Wandfarben handelt es sich um Dispersionsfarben. Sie bestehen aus Wasser, Farbpigmenten und Bindemitteln wie Kunst- oder Naturharz. Achten Sie beim Kauf besonders auf Angaben zum Deckvermögen und zum Nassabrieb. Lassen Sie sich aber auf jeden Fall von einer Fachperson beraten. Sie wird Ihnen sagen können, welche Farbe sich für welchen Zweck am besten eignet.
 
Farbe
Längst haben in unseren Räumen farbige Wände ihren Platz gefunden. Es gibt ein grosses Angebot an Standardfarben, von denen Sie sich zusätzlich mit Hilfe von Farbmaschinen bis in die kleinste Nuance genau jene Farbe mischen lassen können, die Sie wünschen.
 
Profitipps
Profitipps
  • Stellen Sie sich beim Streichen immer so, dass Sie mit dem Rücken nicht zum Fenster stehen (Lichteinfall).
  • Streichen Sie nicht zu schnell, sonst spritzt die Farbe.
  • Wenn Sie Fenster oder Türen mit Klebeband abkleben, reiben sie das Klebeband nochmals gut an, damit keine Farbe dahinter läuft.

Ausmessen
Messen Sie die Wand- und/oder Deckenfläche aus, die Sie neu streichen möchten. Auf den Farbbehältern ist angegeben, welche Fläche sich mit dem Inhalt streichen lässt. Rechnen Sie ein, dass die Fläche je nach Farbe oder je nach Hintergrund eventuell zweimal gestrichen werden muss. Bei Farben, die Sie sich mischen lassen, geben Sie der Fachperson zuvor die Masse an.
 
Vorbereitung
Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen – frei nach diesem Motto sollten vor dem Streichen alle Möbel, die nicht aus dem Zimmer geräumt wurden, in der Mitte des Raumes zusammengeschoben und mit Folie abgedeckt werden. Dies gilt auch für den Boden des Raumes. Danach kleben Sie alle nicht zu streichenden Teile – Fussleisten, Fenster, Türrahmen – mit speziellem Abdeckband ab. Leuchten sowie Schalter- und Steckdosenabdeckungen abnehmen und Öffnungen ebenfalls abkleben (Strom ausschalten).
 
Um einen gleichmässigen Farbauftrag zu erreichen, sollten Sie die Farbe nach dem Eintauchen in den Farbkübel nie direkt auf die Wand auftragen.Grundierung
Stellen Sie zuerst fest, ob die zu bemalende Fläche grundiert werden muss. Die Auswahl der richtigen Grundierung erfolgt nach Art und Zustand des Untergrundes, nach der gewünschten Schutzfunktion und natürlich auch nach dem geplanten Endanstrich. Weil sie die Farbe zu stark aufsaugen, sollten Wände mit Gipsputz sowie mit Gips/Weichfaserplatten unbedingt grundiert werden. Es stehen verschiedene Grundierungen zur Verfügung, am häufigsten gelangt ein wasserverdünnbarer Tiefengrundierer für Dispersionsfarben zum Einsatz. Flecken mit speziellem Fleckenentferner oder einer Isolierfarbe überdecken.
 
 
 
 
Streichen
  • Ecken streichen
    Streichen Sie immer zuerst mit einem Pinsel die Ecken, ausgehend vom Fenster. Dazu gehören auch die Übergänge zur Decke. Tragen Sie dabei die Farbstreifen zur Kante hin und dann direkt an den Kanten. Anschliessend werden die Flächen mit der Farbrolle bearbeitet. Achten Sie darauf, dass die Vorarbeiten an Ecken und Kanten noch nicht angetrocknet sind.
  • Farbe auf Roller auftragen
    Um einen gleichmässigen Farbauftrag zu erreichen, sollten Sie die Farbe nach dem Eintauchen in den Farbkübel nie direkt auf die Wand auftragen. Rollen Sie die Farbe immer zuerst auf einem Abstreifgitter aus. Damit ist die Farbe gleichmässig auf der Farbrolle verteilt und ein entsprechender Anstrich auf der Wand/Decke sicher gestellt.
  • Deckenanstrich
    Streichen Sie immer zuerst die Decke. Besorgen Sie sich dazu einen Teleskopstiel, dies vereinfacht die Arbeit beträchtlich.
  • Wandanstrich
    Achten Sie beim Wandanstrich darauf, dass sich die Farbe gleichmässig verteilt. Streichen Sie dazu immer über Kreuz, d.h. erst wird die Farbe zu einer Seite hin ausgerollt, danach quer dazu und dann noch einmal wie am Anfang.
  • Verzierung
    Ganz nach individuellem Geschmack lassen sich beim Anstrich verschiedene Effekte erzielen, beispielsweise mit der Schwammtechnik, der Wischtechnik, einem Effekthandschuh oder einem Effektroller. Auch hier sind Ideen, Farben und Materialien keine Grenzen gesetzt.
  • Reinigung
    Ehe Sie nun Ihren völlig neu gestalteten Raum in vollen Zügen geniessen können, müssen Sie die Streichwerkzeuge gründlich mit Wasser reinigen. Bei längeren Pausen oder zwischen zwei Anstrichen reicht es, Pinsel und Roller luftdicht in einem Plastikbeutel zu verschliessen. Giessen Sie etwas Wasser auf die Farbe, ehe Sie den Farbeimer schliessen. Damit vermeiden Sie eine Hautbildung.
Farbeneffekte
Mit Farben können Sie die Optik eines Raumes völlig verändern. Sie sollten sich aber vorher informieren, mit welchen Farben Sie welche Effekte erzielen. So lassen beispielsweise helle und kühle Farbtöne einen Raum grösser erscheinen, während warme, dunkle Farbtöne Räume kleiner und gemütlicher wirken lassen.
 
Infobox
Infobox
Laden Sie hier die Infobox (PDF) mit Angaben zu Material, Werkzeug, Schwierigkeitsgrad, Zeitaufwand und Kosten herunter.
 
Download Infobox  
 
 



Text: hausinfo

Bilder: SIB, ImagePoint (f8-Das Bild)

Letzte Aktualisierung: 21.03.2012