Do-it-yourself: Decken austäfern
«Holz isch heimelig»: Eine getäferte Holzdecke ist ein verhältnismässig einfaches Mittel, um einem Raum eine wohnliche Atmosphäre zu verleihen. Darüber hinaus lassen sich damit in Altbauten allfällige Unschönheiten verdecken.
Materialwahl(stö) Holztäferungen bestehen in der Regel aus massivem Fichten- oder Kiefernholz und kommen unbehandelt oder lasiert zum Einsatz. Die Unterkonstruktion besteht aus gehobelten Dachlatten. Wenn Sie unter dem Hausdach täfern, ist das Unterlegen der Täferung mit einer Wärme- und Feuchtigkeitsisolation (ev. kombiniert) unabdingbar.
Eine helle Täferung lässt einen Raum tendenziell grösser erscheinen, während dunkle Materialien optisch verkleinern. Auch macht die Längsverlegung von Täfer einen Raum optisch grösser, mit einer Querverlegung hingegen wirkt er räumlich kürzer.
Ausmasse
- Täfer
Täferholz wird meistens in Längen von 2,10 m bis 5,10 m – alle 30 cm – und in Breiten von 90 bis 110 mm angeboten. Je nach dem, ob Sie die Täferung längs oder quer an der Decke anbringen möchten, ermittelt sich der Bedarf an ganzen Brettern auf entsprechend unterschiedliche Weise. Wenn die benötigte Länge grösser ist als die maximale Länge des Täfers, so wird der Raum im Verhältnis 1:2 aufgeteilt (Goldener Schnitt) und die Täfer werden abwechslungsweise versetzt mit einer 5-mm-Fuge dazwischen angebracht. - Deckleisten
Der Bedarf an Deckleisten ergibt sich durch 2 Mal Länge und Breite des Raumes. Das Zusammenfügen mehrerer Teile in Gehrung ist problemlos möglich. - Lattung
Die Unterkonstruktion mit Dachlatten erfolgt quer zur späteren Täferung in Abständen von nicht mehr als 40 cm, beginnend und endend mit je einer Reihe am linken und am rechten Ende der Decke. Im Aussenbereich und in Feuchträumen muss zudem eine Hinterlüftung, z.B. mit Konterlattung, gewährleistet sein. Eine Konterlattung empfiehlt sich auch, wenn die Dachkonstruktion eine Verlegung der Lattung quer zur Laufrichtung des Täfers nicht erlaubt. - Isolation
Der Bedarf für eine allfällige Wärme- und Feuchtigkeitsisolation entspricht der Gesamtfläche der Decke.
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Vorarbeiten
- Isolation
Nageln oder klammern Sie die Wärme- und anschliessend die Feuchtigkeitsisolation gemäss Herstellerangaben direkt auf die Dachbalken und verschliessen Sie die Überlappungen der Feuchtigkeitsisolation mit einem geeigneten Klebeband. - Lattung
Die Dachlatten werden quer zur Laufrichtung des Täfers in Abständen von maximal 40 cm auf die Unterkonstruktion genagelt oder geschraubt. Der Abstand zur Wand muss mindestens 5 – 10 mm betragen. Höhenunterschiede können durch Unterlegen mit geeigneten Holzplättchen nivelliert werden.
Wenn Sie eine Deckenleuchte einplanen, sparen Sie die Führungen der Kunststoffrohre für die Verlegung der Stromkabel bereits in den Dachlatten aus. - Täfer
Schneiden Sie das Täfer so zu, dass zur Wand an jeder Seite jeweils 5 bis 10 mm frei bleiben, damit sich die Deckenkonstruktion je nach Jahreszeit leicht ausdehnen kann. Damit das letzte Brett nicht auf einen schmalen Streifen gekürzt werden muss, empfiehlt es sich, schon das erste zurechtzuschneiden, jedoch möglichst nicht kleiner als auf 5 cm Breite.
Für die Montage einer Lampe kann mit einem so genannten Dosenbohrer in der entsprechenden Täferlatte eine runde Aussparung vorgesehen werden.
Hauptarbeiten
- Anfangsbrett
Die Täfer verfügen über Nut und Feder. Sie werden mit Spezialkrallen an der Lattung befestigt. Beim Anfangsbrett muss die hervorstehende Feder abgesägt werden. Anschliessend wird das erste Brett mit geschraubten oder genagelten Anfangskrallen an der Lattung befestigt, dabei zeigt die Nut in den Raum. - Nachfolgende Bretter
Die folgenden Bretter werden mit der Feder in die Nut geschoben und danach fest angedrückt. Jedes Brett muss mit einer Kralle an der Lattung festgenagelt werden. Ein Nagler leistet hierbei gute Dienste. - Letztes Brett
Am Schluss muss das letzte Brett, für das nur noch eine schmale Lücke zur Wand bleibt, von unten schräg in die Nut geschoben und hochgedrückt werden. Das Abschlussbrett wird mit einer Endkralle (d.h. mit einer umgekehrten Anfangskralle) befestigt. - Fugen / Deckleisten
Wenn die Fugen sichtbar bleiben sollen, werden am Schluss die seitlichen Enden des Täfers mit einer Schattenfugfräse gleichmässig gekürzt. Einfacher ist das Aufschrauben von Deckleisten, die in den Ecken auf Gehrung geschnitten werden.
Laden Sie hier die Infobox (PDF) mit Angaben zu Material, Werkzeug, Schwierigkeitsgrad, Zeitaufwand und Kosten herunter.
Text: hausinfo
Letzte Aktualisierung:
21.03.2012



