Hausinfo

Energieverbrauch

In der Schweiz schwankt der Energieverbrauch mit der wirtschaftlichen Konjunktur. Zuletzt hat der Verbrauch zwar um 4 % zugenommen. Mittel- und langfristig wird sich der Trend zum wachsenden Energiekonsum fortsetzen.
 
Die Ursachen für den steigenden Energieverbrauch sind nicht nur im Wachstum der Bevölkerung zu suchen, sondern auch bei der erhöhten Nachfrage durch die Haushalte.(knü) 2009 ist der Gesamtenergieverbrauch in der Schweiz, bedingt durch die Wirtschaftskrise, leicht zurück gegangen. Doch bereits im Jahr danach ist der Konsum wieder um 4 % gesteigen. Der Wachstumstrend setzt sich dabei seit dem Jahre 1950 fort. Seither hat sich der inländische Energieverbrauch beinahe verfünffacht. Zwischenzeitlich ist die Wachstumskurve in den 1970er Jahren unter anderem aufgrund von internationalen Erdölkrisen und der nationalen Energiepolitik leicht abgeflacht. In Anbetracht der aktuellen Klimadiskussion und der wiederum prognostizierten Verbrauchszunahme hält der Bund weiterhin zusätzliche Sparanstrengungen für erforderlich. Ohne weitere Massnahmen ist mit einer Steigerung des Energiekonsums von knapp 2 % für die nächsten 30 Jahre zu rechnen. 

Mit einem Anteil von rund 54 % wird der Energieverbrauch nach wie vor am stärksten durch das Erdöl abgedeckt. Elektrizität (rund 24 %) und Erdgas (zirka 13 %) folgen an zweiter und dritter Stelle. Ihre Anteile nahmen zuletzt leicht zu. Während die Bedeutung der Kohle als Energieträger gegen Null sinkt, befinden sich insbesondere Holz und weitere erneuerbare Energien wie Wind und Sonne im leichten Aufwärtstrend – nicht zuletzt dank der Förderung von Bund und Kantonen.
 
Der verringerte Stromverbrauch neuer wird häufig durch die Anschaffung zusätzlicher Geräte wieder wettgemacht.Energieverbrauch im Haushalt
Die Ursachen für den weiter steigenden Energieverbrauch sind nicht nur im Wachstum der Bevölkerung zu suchen, sondern auch bei der erhöhten Nachfrage durch die Haushalte. Diese allein sind für beinahe einen Drittel des Konsums verantwortlich. Zum einen steigt hier der Wärmebedarf. Beim Neubau beziehungsweise bei der Sanierung wird zu wenig in eine bessere Dämmung der Gebäudehülle investiert. Zum andern nimmt die technische Ausstattung im Wohnbereich zu. Mittlerweile sind viele Wohnungen mit Elektrogeräten ausgerüstet, die vor wenigen Jahren oder Jahrzehnten gar nicht oder höchstens einmal pro Haus zu finden waren. Dazu gehören Kühlgeräte, Wasch- und Geschirrspülmaschine und Tumbler. Nicht mehr wegzudenken sind auch Fernseher, Computer, Drucker, Stereoanlage und Mikrowelle. Auch bei der Beleuchtung wird zu oft der sparsame Energiekonsum vergessen.

Je grösser der Gerätepark im Privathaushalt wird, und je stärker dieser in Anspruch genommen wird, umso mehr steigt auch der Energiekonsum. Dennoch kann beim Kauf von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik auf deren Energieeffizienz geachtet werden. Bei vielen Produktetypen ist beispielsweise auf die Energieetikette zu achten.
 
Strom sparen in der Zukunft
Unterhaltungsgeräte im Stand-By-Modus sind schlafende Stromfresser. Wer HiFi-Anlage, Video, DVD und Fernseher konsequent beispielsweise mit einer Steckerleiste ausschaltet, kann den Elektrizitätsverbrauch im Haushalt deutlich reduzieren. In den kommenden Jahren sollen neue Technologien und Optimierungen dazu beitragen, den Energiekonsum zu senken:
  • Haushaltsgeräte mindestens mit Energieetikette A (bei Geschirrspülern, Kühlschränken und Waschmaschinen ist sogar A+++ möglich)
  • Induktions-Kochherd
  • Geschirrspüler und Waschmaschinen mit Warmwasseranschluss (bei Wärmepumpen , moderner Zentralheizung, Holz und Sonnenkollektoren)
  • Leuchtstofflampe statt Glüh-/Halogenlampe
  • LED-Leuchten
  • LCD-Fernseher statt Röhren
  • Notebook-Technologie für Desktop-PC
 
Text: hausinfo
Bilder: Gebäudeversicherung Bern, Electrolux


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Datum: 22.05.2012
Letzte Aktualisierung: 09.05.2012
URL: http://www.hausinfo.ch/home/de/gebaeude/energie.html