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Gasheizungen bleiben eine feste Grösse

Weniger Feinstaub und CO2: Hausbesitzer, welche das Heizsystem sanieren, wechseln dabei häufig zur Energiequelle Erdgas.

(knü) Ein Viertel weniger Kohlendioxid als mit Heizöl und bedeutend weniger Feinstaub wie das Verfeuern von Brennholz: Obwohl es sich nicht um einen erneuerbare Energiequelle handelt, kann Erdgas die Schadstoffbilanz beim Heizen beträchtlich verbessern. Und auch die niedrigen Anschaffungskosten motivieren Hausbesitzer zum Wechsel. Bereits ab Fr. 10'000.- sind Einfamilienhaus kompatible Anlagen, exklusiv Gasanschluss, zu haben. Im vergangenen Jahr hat etwa jeder zehnte Eigenheimbesitzer seinen Umbau genutzt, um neu eine Erdgasheizung der bisherigen Lösung vorzuziehen. Die Integration in das hausinterne Leitungssystem ist vielfach unkompliziert. Kommt dazu, dass jeglicher Platzbedarf für die Lagerung von Brennstoffen entfällt.

Über 90 % der verkauften Gaskessel sind mit sogenannter Kondensationstechnik respektive Brennwerttechnik ausgerüstet.Modulierend und kondensierend
Über 90 % der verkauften Gaskessel sind mit sogenannter Kondensationstechnik respektive Brennwerttechnik ausgerüstet. Damit wird die Abgaswärme genutzt, was den Wirkungsgrad erhöht und «bis über 15 % Energie spart», ergänzt Martin Stadelmann, technischer Berater bei Erdgas Schweiz. Fast alle modernen Anlagen besitzen zudem einen modulierenden Brenner, welcher die Flammengrösse anpassen kann. Abgestimmt auf die äusseren Witterungsbedingungen und den gebäudebezogenen Leistungsbedarf wird die Zahl der Brennereinschaltungen vermindert. Die minimale Brennerleistung ist allerdings tief zu halten. «Wäre sie zu hoch, würde der Kessel wie bei alten Geräten allzu häufig ein- und ausschalten», so Stadelmann. Ideal sind Brenner mit einem breiten Modulationsbereich von 1:10. Das heisst, die Leistung der Gasheizung ist zwischen 10 und 100 % variabel. Erdgasheizungen können auch die Wassererwärmung unterstützen und lassen sich problemlos mit Sonnenkollektoranlagen kombinieren.
Die Heizgeräte sind in verschiedenen Versionen erhältlich, mit Standkessel oder als Wandgerät. Vielfach wird die Verbrennungsluft von aussen zugeführt, was den Heizungsraum auch anderweitig nutzbar macht – als Waschküche oder Bastelraum. Als kostensparende Alternative zum Einbau eines Kamins kann die Erdgasheizung samt Warmwasserboiler im Dachstock installiert werden. Was bei der erstmaligen Gasheizungsinstallation jedoch nicht vergessen gehen soll, ist für Erdgasfachmann Stadelmann klar: «Die hausinterne Erdgasleitung soll bis zur Terrasse gezogen werden, um eine spezielle Steckdose für den Grill zu installieren.»

Anschlusspflicht und Förderbeiträge
Nicht nur Nachfrage und Anwendungsbereich, auch das Versorgungsnetz wird laufend erweitert: Die regionalen Erdgasversorgungen und viele Stadtwerke bauen ihre Leitungen und Anschlussangebote gezielt aus. Seit gut einem Jahr sind erstmals das Berner Oberland und die Zentralschweiz am nationalen Versorgungsnetz angeschlossen. Neue Erdgasheizungen respektive kombinierte Gas-Solar-Anlagen werden zusätzlich mit finanziellen Beiträgen gefördert. An gewissen Standorten existiert jedoch eine Anschlusspflicht. Die Versorgungssicherheit scheint bei allem Wachstum gegeben. Gemäss Erdgas Schweiz wird das Erdgas aus einer Vielzahl ausländischer Quellen bezogen, was den einheimischen Gebäudepark praktisch unabhängig von Erdgas aus Russland macht.
Weiter gefördert wird zudem die einheimische Produktion von Biogas. 2011 hat die grösste Biogasanlage der Schweiz, im thurgauischen Müchwilen den Betrieb aufgenommen. Inzwischen gewinnen in der Schweiz über 80 kleinere und grosse Anlagen Biogas. Teilweise erzeugen sie vor Ort Strom oder speisen Energie aus überschüssiger Gülle, Mist, Grüngut und anderen biogenen Abfällen in das regionale Erdgasnetz ein. 


Text: hausinfo
Bild: Erdgas Schweiz

Letzte Aktualisierung: 16.05.2012