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Ölheizung sanieren, kombinieren oder ersetzen

Wenn die Ölheizung saniert oder ersetzt werden muss, lohnt sich eine sorgfältige Evaluation der Heizkosten und der Ökologie. Auch eine Kombination mit Sonnenkollektoren kann eine gute Wahl sein.
 
Eine neue Ölheizung ist bis zu 40 % effizienter als die alte.(mb/knü) Die Luftreinhalteverordnung schreibt für Heizanlagen Grenzwerte für Abgasverlust, Kohlenmonoxidgehalt, Russ und Stickoxide vor. Wenn eine ältere Anlage diese Grenzwerte nicht mehr einhalten kann oder anderweitig nicht mehr richtig funktioniert, muss sie saniert oder ersetzt werden. Dafür werden in der Regel Sanierungsfristen von rund 5 Jahren gesetzt.
 
 
 
Eine Sanierung oder ein Ersatz macht auch wirtschaftlich Sinn. Denn das endliche Erdölvorkommen und die Klimadebatte heizen den Fortschritt an. Sowohl in die Entwicklung von alternativen Energieträgern als auch in die Verbesserung von Ölheizungen wird sehr viel Geld gesteckt. Ölheizungen sind wesentlich effizienter geworden, da inzwischen auch die in den Abgasen enthaltene Wärme mit der Kondensationstechnik genutzt wird.


Zu einer Sanierung der Ölheizung gehört Folgendes:
  • Normalerweise werden der alte Heizkessel, der Brenner, die Steuerung und Regelung durch eine Kompaktwärmezentrale ersetzt.
  • Die Warmwasseraufbereitung muss überprüft werden (Boilerersatz, Kombination von Heizung und Warmwasser).
  • Die Installation von neueren Anlagetypen im Bereich der Kondensationstechnik erfordert, dass der Kamin mit einem Einbaurohr versehen wird, damit die Abgase rasch aus dem Kamin austreten können.
  • Der Tank muss nicht zwingend ersetzt werden. Tankanlagen entsprechen den Vorschriften des Gewässerschutzes, daher muss geprüft werden, ob der Zustand des Tanks den aktuellen Vorschriften genügt.

Wer eine neue Ölheizungsanlage inklusive Tank anschaffen will, muss mit rund Fr. 10'00.- bis Fr. 17'000.- (Leistung für ein Einfamilienhaus) rechnen. Obwohl sich die Erdölpreise in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht haben, bleibt das Heizen mit Öl den anderen Systemen (Erdgas, Wärmepumpe) konkurrenzfähig. Ein Umsteigen auf andere Energieträger kann sich ökologisch und auch ökonomisch lohnen, je nach Strompreisen und Gastarifen.
 
Erdgas
Das Heizen mit Erdgas ist Platz sparend, da kein eigener Tank im Keller stehen muss. Eine Gasheizung ist aber nur zu installieren, wenn das betreffende Wohnquartier bereits ans lokale Versorgungsnetz angeschlossen ist. In fast jeder dritten Schweizer Gemeinde ist dies der Fall. Eine neue Anlage kostet mindestens Fr. 10'000.- (ohne Anschlussleitung). Jährlich ist zudem mit Unterhaltskosten von rund Fr. 400.- zu rechnen. Die Gaspreise sind zwar an die steigenden Heizölpreise gebunden. Der Vergleich im Rahmen einer Gesamtkostenrechnung zeigt aber, dass Erdgas bislang eines der günstigsten Heizsysteme darstellt. Zudem kann die Umweltbilanz verbessert werden. Die Menge an ausgestossenem Feinstaub ist kleiner als beim Heizöl und bei Holzfeuerungen.
 
Kombinierte Anlagen
Eine gute Lösung kann die Kombination der Öl- oder Gasheizung mit einem erneuerbaren Energieträger wie die Sonne sein. Dadurch leistet man nicht nur einen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz, sondern kann auch Energiekosten senken. Wer beispielsweise die Aufbereitung von Warmwasser der Sonne überlässt, kann die Ölheizungsanlage während der Sommermonate ausschalten.
 
Selbstverständlich ermöglichen die alternativen Energien auch den kompletten Ersatz der Ölheizung, etwa durch Holz oder Umgebungswärme. Insbesondere Wärmepumpen sind bei neu erstellten Einfamilienhäusern mittlerweile erste Wahl. Und Kombinationen untereinander sind bei den alternativen Systemen natürlich auch möglich.
 
Fazit: Eine gründliche Analyse lohnt sich auf alle Fälle, bevor die alte Ölheizung den Geist aufgibt.

 
 
Text: hausinfo
Bild: Buderus Heiztechnik AG

Letzte Aktualisierung: 16.05.2012