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Das Haus als unauffälliger Sonnenfänger

Fassade und Dach eignen sich vorzüglich für die Integration von Strom erzeugenden Solaranlagen. Neue Produkte sorgen dafür, dass die Elemente kaum sichtbar sind und ästhetisch gefallen.

(knü) Die Region Bern als Sonnenstube der Schweiz zu bezeichnen, ist wohl vermessen. Trotzdem weiss man im Dreieck Langenthal-Biel-Bern mit der Energie aus den Sonnenstrahlen sehr gut umzugehen. Hier – im Westen der Schweiz – sind in den letzten Jahren eine Reihe von Unternehmen entstanden, welche mit innovativen Lösungen für die Stromproduktion am oder auf dem eigenen Wohnhaus auf sich aufmerksam machen. Eines davon ist die Ziegelei Rapperswil am Eingang zum Emmental.


Handelsüblichen Dachziegeln aus Ton werden kleine Solartafeln aufgesetzt.Für Wärme und Strom
Gemeinsam mit der Kirchberger Firma Panotron wurde vor gut einem Jahr ein Solarziegel präsentiert, der nun auf dem Schweizer Markt zu haben ist. Das Neue daran: Handelsüblichen Dachziegeln aus Ton werden kleine Solartafeln aufgesetzt. Als solches ist das Solardach kaum erkennbar, da weiterhin die dunkle Farbe der Tonziegel dominiert. Als weiterer Vorteil angepriesen wird die einfache Handhabbarkeit bei Umbauten. Bestehende Dachkonstruktionen lassen sich dank den Solarziegeln ohne Zusatzaufwand für die Nutzung von Solarenergie umrüsten. Ein Musterdach auf dem Gelände der Ziegelei in Rapperswil zeigt seit einen halben Jahr, dass das neuartige System bestens funktioniert. Die Solaranlage von Rapperswil erzeugt Wärme und Strom in einem: Die kleinen Solartafeln produzieren Strom, währendem die Tonziegel selber die Wärme der Sonnenstrahlen auffangen. Ein unter der Dachabdeckung liegendes Röhrensystem leitet diese Wärme ab, um sie beispielsweise der Erwärmung des Brauchwassers zuzuführen. Der gegenüber Sonnenkollektoren weit niedrigere Wirkungsgrad kann mit der grösseren Absorptionsfläche leicht wett gemacht werden.


Hohes energetisches Potenzial

Die vollständig integrierte Solarstromfassade eines Privathauses in St. Moritz verdankt die hohe Ästhetik den massgeschneiderten, rahmenlosen Solarlaminaten.


























Der gebäudeintegrierten Photovoltaik wird eine strahlende Zukunft vorausgesagt. Wohnhäuser mit kaum erkennbarem Sonnendach gibt es aber schon länger. Vor allem in historischen Kernzonen und auf geschützten Altbauten werden bauliche Lösungen gesucht, um den Charakter bestehender Gebäude nur geringfügig zu verändern. Solare Bauteile in die Gebäudehülle zu integrieren, ist aber auch an den Hausfassaden möglich. Die immer dünner werdenden Photovoltaikpanels erlauben funktional und architektonisch einwandfreie Lösungen. So lassen sich die Elemente einfach an einer vorgehängten Fassadenkonstruktion montieren. Auch hier hat sich mit 3 S Swiss Solar Systems aus Lyss eine Berner Firma einen Namen als Anbieter geschaffen.

An die Fassade angebrachte Solarelemente besitzen gegenüber den Dachaufbauten zudem den Vorteil, dass die Energie übers Jahr konstanter gewonnen und der Wirkungsgrad sogar erhöht werden kann. Letzteres, weil sich das Überhitzungsrisiko an der hinterlüfteten Fassade gegenüber einem Dachaufbau deutlich verringert. Dennoch: Zu den häufig angepriesenen Referenzbauten gehören Bergbahnstationen oder SAC-Hütten, welche eine schwarz glänzende Solarfassade tragen. Trotz hohen energetischen Potenzials lässt die Verbreitung der gebäudeintegrierten Photovoltaik hingegen bei privaten Wohnhäusern auf sich warten. Dabei sind bereits Bauteile mit integrierten PV-Dünnschichtzellen erhältlich, welche mehr als nur Strom erzeugen. So bietet das Solarsystemunternehmen 3 S halb transparente Panels an, welche vertikal an die Hausfassade installiert werden, um den Gartensitzplatz wirksam zu beschatten. 



Text: hausinfo
Bilder: hausinfo und 3 S Swiss Solar Systems


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Letzte Aktualisierung: 13.12.2011