Energie sparen bei der Waschmaschine
(mas) Der durchschnittliche Energieverbrauch fürs Wäsche waschen ist in den letzten 20 Jahren um etwa 15 % gesunken. Zwar hat sich der Ausstattungsgrad der Haushalte mit Waschmaschinen erhöht; aber zum einen ist die Energieeffizienz der neuen Geräte rasant gestiegen und zum andern hat sich auch dasdas Benutzerverhalten verbessert. Der im Vergleich zu früher geringere Verbrauch weist folglich daraufhin, dass bei weniger hohen Temperaturen und häufiger ohne Vorwaschfunktion gewaschen wird. Der Waschvorgang ist von mehreren Elementen abhängig: Wasser, Waschmittel, Temperatur, mechanische Einwirkung und Zeit. Moderne Waschmaschinen setzen beim Wasserverbrauch an, um Energie zu sparen: Je kleiner die Wassermenge ist, die aufgeheizt und warm gehalten werden muss, desto mehr Strom wird gespart. Modernste Maschinen erlauben Waschgänge bereits ab 20 °C und beziehen nur so viel Wasser, wie gerade benötigt wird.
In den letzten 20 Jahren hat der Stromverbrauch für das Trocknen der Wäsche jedoch deutlich zugenommen. Besass 1991 nur jeder dritte Haushalt einen elektrischen Wäschetrockner, stehen die Geräte nun in zwei von drei Haushalten zur Verfügung. Der spezifische Stromkonsum ist dabei um rund einen Drittel gestiegen und übertrifft mittlerweile den Strombedarf für das eigentliche Wäsche waschen deutlich.
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Beim Kauf einer Waschmaschine
- Wer eine neue Waschmaschine kauft, sollte darauf achten, dass sie eine möglichst hohe Schleuderleistung aufweist. Je trockener die Wäsche aus der Maschine kommt, desto weniger lang muss sie in den Trocknungsraum oder in den Tumbler.
- Alle neuen Geräte werden mit dem Energielabel «energieEtikette» gekennzeichnet. Die eindeutige Einordnung der Geräte in Energieeffizientklassen (A bis G) erleichtert den Kaufentscheid. Neben der Energieeffizienz beurteilt diese Klassifikation Kriterien wie Wasserverbrauch, Schleuderleistung und Waschresultat. Das Anschaffen einer A+/A/A-Waschmaschine lohnt sich, weil sich die gesparte Energie und die nicht zu unterschätzenden Minderkosten für Speisewasser und Abwasser bereits kurzfristig auszahlen. Ein Preisbeispiel: In einem Jahr verursacht ein modernes A+/A/A-Gerät gegenüber einem C-Gerät bis zu 40 Franken weniger Strom- und Wasserkosten, das summiert sich bei einer angenommenen Lebensdauer der Waschmaschine von 15 Jahren auf rund 600 Franken.
- Für den Ein- oder Mehrfamilienbereich gibt es verschiedene Modelle: Waschmaschinen für Mehrfamilienhäuser sind in der Regel robuster und mit weniger Programmen ausgestattet als Modelle für Einfamilienhäuser. Für eine einzelne Familie lohnt es sich aber nicht, ein Mehrfamilienmodell anzuschaffen. Die Maschine würde zwar für Jahrzehnte funktionieren, doch die neuen Geräte werden immer sparsamer, und die Spezialprogramme für verschiedene Textilien immer vielfältiger.
Tipps für Vermieter
- Nur Wäsche trocknen im Sommer und im Freien ist gratis. Im Winter kann es jedoch zu Buche schlagen. Trocknungsräume mit unisolierten Heizrohren und offenen Fenstern funktionieren zwar einwandfrei, sind aber energietechnisch fragwürdig. Unisolierte Heizungs- oder Warmwasserrohre von nur 10 Meter Länge verursachen einen jährlichen Energiemehraufwand von rund 400 Liter Heizöl. Zudem steigt durch die Deckenabkühlung der Energieverbrauch für die darüber gelegene Wohnung. Es lohnt sich, einen Raumluftentfeuchter für die Wäschetrocknung anzuschaffen, die Rohre zu isolieren und die Fenster geschlossen zu lassen. Auch die Mieter würden im Endeffekt mehr bezahlen, als wenn sie einen Raumluftentfeuchter amortisieren müssten.
- Individuelle Kostenzähler mit Münzeinwurf oder Chipkarten sollten nur die tatsächlich verbrauchte Energie berechnen, nicht auch den Wasserverbrauch und die Amortisation der Maschine einkalkulieren. Am fairsten ist es, die Energiemenge und nicht die Zeit zu messen, denn sparsame, neue Waschmaschinen brauchen mitunter mehr Zeit, benötigen aber weniger Strom.
- Eine einfache und langfristig kostengünstige Lösung ist, den Waschenergieverbrauch auf den jeweiligen Wohnungszähler umzuschalten. Das Aufladen von Chipkarten und die Abrechnung entfallen damit.
- Moderne Waschmaschinen helfen Kosten sparen. Sie erreichen eine Schleuderleistung von 1800 Umdrehungen und mehr pro Minute und lassen die Restfeuchte in der Wäsche bis auf 42 Prozent sinken. Eine geringe Restfeuchte bedeutet, dass weniger Energie und Kosten für die Trocknung benötigt wird und dass der Trocknungsraum effizienter genutzt wird.
Text: hausinfo
Bild: Electrolux
Letzte Aktualisierung:
17.05.2011

