Seite drucken

Wasser sparen kann man nicht genug

Die Versorgung mit Trink- und Brauchwasser scheint in der Schweiz kein Problem. Der Verbrauch der Haushalte ist beständig am Sinken. Gegenüber Nachbarländern wird jedoch bis zu einem Viertel mehr Wasser konsumiert. 
 
Gross ist der Energiespareffekt, wenn Warmwasser haushälterisch eingesetzt wird.(knü) Der versteckte Wasserkonsum ist enorm. Und im Alltag nimmt er weiterhin zu. Aktuelle Bilanzen des WWF besagen, dass jeder Einwohner in der Schweiz täglich über 4'000 Liter Wasser verbraucht. Das meiste davon wird allerdings weit weg, für die Produktion von Lebensmitteln, eingesetzt. Produkte mit dem höchsten Wasser-Fussabdruck, sind deshalb importierte Güter wie Kakao, Kaffee, Zucker, Nüsse, Weizen, Ölsaaten, Reis und Rindfleisch. In einer Tasse Kaffee stecken beispielsweise 140 Liter Wasser, womit die Plantagen anteilsmässig bewässert wurden.
Unmittelbar verbraucht werden in der Schweiz dagegen knapp 400 Liter Trinkwasser pro Kopf und Tag. Werden die Anteile für Industrie und Gewerbe abgezogen, liegt der tägliche Durchschnittsverbrauch im Privathaushalt «schätzungsweise bei 150 Liter pro Kopf», sagt Matthias Freiburghaus vom Branchenverband SVGW. Obwohl der Konsum in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen hat, scheint noch weniger möglich: Zum einen ist der inländische Wasserkonsum im europäischen Vergleich überdurchschnittlich und liegt etwa rund einen Viertel höher als in Deutschland. Und zum andern zeigen die Wasserzähler in Mehrfamilienhäusern: Der Wasserverbrauch beim Wohnen ist stark vom Nutzerverhalten abhängig. Auswertungen für einzelne Wohnungen ergeben typische Unterschiede im Verhältnis von 1 zu 3.


Eindeutiges Verbrauchsranking
Wird der Wasserverbrauch nach privatem Verwendungszweck rangiert, ergibt sich eine eindeutige Reihenfolge: Jeder zweite Tropfen Wasser wird im WC und Bad konsumiert. Zusammengerechnet sind es über 80 Liter pro Person und Tag, für die Toilettenspülung sowie die morgendliche Körperhygiene unter der Dusche respektive in der Badewanne. Danach folgt das Waschen der Kleider: Durch die Waschmaschine eines Singlehaushalts fliessen im Tagesmittel weitere 30 Liter. Und fast ebenso viel Wasser wird in der Küche benötigt – für Kochen und den Geschirrabwasch mit der Spülmaschine oder von Hand.
Wie der Wasserverbrauch folglich reduziert werden kann, machen die regionalen Versorgungswerke häufig klar: Mit Hinweisen, dass das maschinelle Abwaschen effektiv Wasser spart, falls die Maschine erst vollständig gefüllt in Betrieb gesetzt wird. Pro Spülgang werden etwas mehr als 10 Liter verbraucht, beim Handabwasch können es dagegen über 30 Liter sein. Beim Duschen versus Baden zeigt die Vergleichsbilanz ebenfalls klare Resultate: Ein Vollbad benötigt mindestens dreimal so viel Wasser wie das Waschen unter der Duschbrause. Und wer eine Spardüse draufschraubt, reduziert den Wasserdurchfluss um weitere zwei Drittel. Anbieter von WC- und Bademöbeln bemühen sich ebenso darum, den Wasserverbrauch ihrer Produkte ab Werk klein zu halten.


Zusätzliches Energiesparen
Gross ist vor allem der Energiespareffekt, wenn Warmwasser haushälterisch eingesetzt wird. Denn die Hälfte des Trink- und Brauchwassers wird ab Boiler konsumiert. «Der Energieinhalt von Heisswasser ist 150 Mal grösser als bei Kaltwasser», sagt SVGW-Fachmann Freiburghaus. Wie hoch der Energieverbrauch für Warmwasser ist, zeigt auch die folgende Bilanz: In einem Minergiehaus wird etwa gleich viel Energie benötigt wie für die Raumheizung. Rund ein Viertel der Gesamtenergie wird im Privathaushalt für das Aufheizen des Boilerwassers beansprucht.
Die Wasserspartipps machen daher vor der Hygienekultur nicht Halt: Auch hier weisen die Wasserwerke gerne daraufhin, dass zum Händewaschen oder Zähneputzen weder warmes Wasser eingesetzt, noch der Hahn die ganze Zeit offengelassen werden muss.
Ohne Komfortverlust lassen sich ebenso in der Waschküche Wasser- und Energiebedarf kombiniert reduzieren: A++-Waschmaschinen besitzen meistens ein zusätzliches A für sparsamen Wassereinsatz. Und dank neuster Waschmitteltechnologie heisst die Grundregel im Sparhaushalt: die Trommel füllen und ein Waschprogramm bei geringstmöglicher Temperatur schon ab 20 ºC wählen.

 
 
Text: hausinfo
Bild: ImagePoint (Jäger)


Wasserspar-SetWASSERSPAR-SET

Das Wasserspar-Set reduziert ohne Komfortverlust den alltäglichen Wasserverbrauch.

Bestellen Sie hier.

Letzte Aktualisierung: 27.09.2011