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Investitions- und Betriebskosten einer Wärmepumpen-Anlage

Wärmepumpen werden mit Strom angetrieben. Der Umstieg vom Öl- oder Gaskessel kann sich dennoch ökologisch lohnen. Bei den aktuellen Heizölpreisen von rund Fr. 105.-/100 Liter (Stand Januar 2012) sind auch ökonomische Vorteile vorhanden. 
  
(msc) Bei einer Erneuerung der Heizanlage lohnt sich eine gründliche Abklärung: Welches Heizsystem  eignet sich am besten? Der WWF und die Agentur für erneuerbare Energien haben zusammen mit Energieplanern und Fachverbänden einen Heizkosten-Vergleich in Form einer Excel-Tabelle kreiert, der bei der Entscheidung helfen kann. Die Tabelle vergleicht Heizsysteme mit hoher Versorgungssicherheit, einfacher Bedienung und damit hohem Komfort: Ölheizung, Gasheizung, Wärmepumpe mit Erdsonde, Luft-Wasser-Wärmepumpe und Pelletkessel, teilweise kann als Zusatz eine Sonnenkollektoranlage miteinbezogen werden.
 
Günstige Erdsonden-Wärmepumpe 
Im Vergleich mit einer Vollkostenrechnung für Beheizung und Warmwasserbereitstellung in einem gut gedämmten Einfamilienhaus – ohne Berücksichtigung allfälliger Fördergelder und Steuerabzüge – schneidet bei einem Ölpreis von Fr. 105.-/100 Liter Heizöl (aktueller Richtwert im Januar 2012) die Erdsonden-Wärmepumpe am besten ab, dicht gefolgt von der Luft-Wasser-Wärmepumpe und dem Gaskessel. Kommen ausserdem die externen Heizkosten gemäss SIA 480 (Umweltkosten, die von der Allgemeinheit bezahlt werden) und eine CO2-Abgabe (Fr. 35.-/Tonne CO2), wird der Vorsprung der Wärmepumpen deutlicher.

Miteinbezogen sind in dieser Rechnung Investitionskosten (Anschaffung und Installation), Energiekosten (Öl etc.) und übrige Heizkosten (Service, Reparatur, Rauchgaskontrolle etc.). Grundsätzlich lässt sich zudem sagen: Je grösser eine Wärmepumpenanlage konzipiert ist, desto eher lohnt sich die Investition. Denn die im Vergleich zu Öl- und Gaskessel höheren Anschaffungskosten machen tiefere übrige Heiz- und Energiekosten wieder wett.

Ein genauerer Vergleich der Heizkosten verschiedener Systeme und Energieträger ist jedoch nur möglich, wenn die regionalen Energieversorgungspreise (Strom, Gas etc.) berücksichtigt werden. Die Preisunterschiede fallen beim Heizöl zwar nur marginal aus. Die meisten regionalen Stromversorger bieten allerdings einen Spezialtarif für den Bezug von Strom für Wärmepumpen an. Diese Tarife sind meistens günstiger als übliche Angebote.
  
Saubere Pelletkessel 
Bezüglich Umweltbelastung sind Pelletkessel sauber, auch wenn die Feinstaubbelastung bei älteren Anlagen bedeutend sein kann. Erdsonden-Wärmepumpen kommen immerhin auf Platz zwei – selbst wenn CO2-Belastungen durch fossile Elektrizitätswerke im Ausland berücksichtigt werden.

Selbstverständlich muss für den jeweiligen Standort abgeklärt werden, ob das Bohren für eine Sole- respektive Wasser-Wärmepumpe (aus Gründen des Grundwasserschutzes) überhaupt bewilligt werden kann. 
 
 
Text: hausinfo


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Letzte Aktualisierung: 16.05.2012