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Schimmelbekämpfung

Ein geringer Schimmelpilzbefall kann selbst beseitigt werden. Bei grösseren Mengen an Schimmelpilzbefall hilft meistens nur noch eine bauliche Sanierung.
 
Die fachgerechte Ermittlung der Schimmelpilzart bildet die Grundlage für die Entscheidung, ob und wie ein Gebäude respektive eine Wohnung saniert werden muss.
Bei geringem Befall reicht eine Behandlung mit einer 5-prozentigen Sodalauge, Wasserstoffperoxid (fünf bis zehn Prozent) oder die Verwendung eines reinen Destillationsalkohols (80 % Ethanol – Achtung vor aufsteigenden Dämpfen!). Diese Mittel sind in Apotheken und Lebensmittelgeschäften erhältlich. In Räumen, in denen man sich lange aufhält, sollten keine aggressiven Mittel – wie chlorhaltige Fungizide und Biozide – verwendet werden, da diese bei bei falscher Benutzung gefährlich werden können. Inzwischen gibt es verschiedene «Antischimmelmittel» verfügbar, die ihren Schadstoffgehalt auf ein Minimum reduziert haben. Übersichtslisten und Testberichte helfen bei der Auswahl solcher Mittel, die jedoch immer nur für oberflächliche Behandlungen bei neuem Befall ausreichen. Durch eine Laboranalyse kann festgestellt werden, um welche Art von Schimmelpilz es sich handelt. Die Ermittlung der Schimmelpilzart bildet die Grundlage für die Entscheidung, ob und wie ein Gebäude respektive eine Wohnung saniert werden muss.
 
Der Beizug einer Fachperson empfiehlt sich bei einem umfangreichen Befall auf jeden Fall. Diese reinigt die Wand, tötet Pilzsporen ab und zieht einen neuen Anstrich auf. Damit werden allerdings zuerst nur die Symptome, aber nicht unbedingt die Ursachen des Schimmelpilzbefalls beseitigt.
 
Wärmedämmung und Abzugsventilatoren
Oft helfen eine bessere Wärmedämmung und der Einbau von Abzugsventilatoren im Kampf gegen den Schimmelpilz. Bei der Wärmedämmung sollte eine Dampfdiffusionsberechnung nach SIA-Norm durchgeführt werden. Bei den Abzugsventilatoren ist darauf zu achten, dass Luft von aussen in die Wohnung nachströmen kann. Doch aufgepasst: Mit Hilfe von Abzugsventilatoren können sich bereits vorhandene Pilzsporen rasch in der Wohnung ausbreiten.
 
Sanierung
Bei baulichen Mängeln kann die Bildung von Schimmelpilz nur durch eine Sanierung des Gebäudes respektive der Konstruktionsmängel unterbunden werden. Die beste Wirkung gegen Schimmelpilze haben kalkhaltige und rein mineralische Baustoffe, da deren hoher pH-Wert den Schimmelpilzen keinen ausreichenden Nährboden bietet. Gegen allfällige Feuchtigkeitsprobleme in der Konstruktion müssten jedoch unabhängig vom Befall geeignete Massnahmen ergriffen werden, da dauerhaft zu hohe Raumluftfeuchten für die Bewohner und Bewohnerinnen – auch unabhängig von der Schimmelpilzbildung - ungesund sind.
 
 
Text: Schweizerische Interessengemeinschaft für Baubiologie/Bauökologie SIB und hausinfo
Bild: SIB

Letzte Aktualisierung: 29.07.2009