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Haustechnik

Ohne Haustechnik läuft nichts: Heizung, Sanitäranlage und Strom sind die minimale Ausstattung, die ein Haus erst nutz- und bewohnbar machen. Zusätzliche Anlagen, von der Sicherheitszentrale bis zum vollautomatischen, «intelligenten» Haus, sind eine Frage des Komforts.
 
Erreicht die Temperatur in diesem Minergie-P-Haus 26 ºC, werden die Storen automatisch heruntergefahren.















(mas) Unter Haustechnik werden alle fest installierten Einrichtungen zusammengefasst, die dafür sorgen, dass ein Haus «funktioniert». In erster Linie gehören folgende Systeme dazu:
Spezialisierte Gebäude wie z.B. Geschäfts- oder Industriebauten, Spitäler, Restaurants oder Einkaufsläden benötigen zusätzliche technische Gebäudeinfrastruktur. Zur erweiterten Ausstattung zählen also auch:
  • Abfallentsorgung
  • Personen- und Lastenaufzüge
  • Lautsprecheranlage
  • Antennenanlage
  • Notstromversorgung
  • Notbeleuchtung
Heizung
Bei Liegenschaften, die nicht an eine Fernheizung oder an einen Wärmeverbund angeschlossen sind, ist die Heizung meist in einem separaten Technikraum untergebracht. Zur Wärmeerzeugung werden Ölheizungen, Erd- oder Flüssiggasbrenner, Stückholz-, Schnitzel- oder Holzpelletfeuerungen verwendet. Eine andere Möglichkeit sind Wärmepumpen, die sich die Temperaturdifferenz zur Erdwärme (Geothermie), zur Umgebungsluft oder zum Grundwasser zu Nutze machen. Mit der gewonnenen Wärme wird über ein Wärmetauschsystem Wasser erhitzt und in die einzelnen Radiatoren, Fussboden- oder Wandheizungen geleitet. Auch Sonnenkollektoren können einen relevanten Teil des Heizwärmbedarfs abdecken. Den Ein- und Umbau von Heizanlagen besorgt der Heizungsinstallateur.
  
Wasser und Abwasser 
Zum Sanitärbereich gehören nicht nur die Wasserleitungen, sondern auch die Armaturen, Badewannen und Toiletten sowie die Brauchwassererwärmung (Boiler oder Sonnenkollektor) und je nachdem eine Regenwassernutzung. Für Einbau und Sanierungen ist in erster Linie der Sanitärinstallateur zuständig. Bei der Sanierung eines Badezimmers kommen aber auch weitere Handwerker zum Einsatz, z.B. Plattenleger, Gipser und Maurer.

Bei einem Neubau und vermehrt auch bei einem Umbau sind für den Wasser- und Abwasseranschluss Gebühren zu entrichten. Es empfiehlt sich, möglichst frühzeitige Abklärungen zu treffen und den Hausanschluss möglichst nahe an der Strasse zu konzipieren.
 
Steuerung und Automation
Im Zusammenhang mit Gebäudeautomation spricht man auch von «Intelligentem Wohnen». In einem «intelligenten» Haus sind die verschiedenen Haustechnik-Systeme miteinander vernetzt, um den grösstmöglichen Komfort zu gewährleisten. Die Steuerung geschieht über ein oder mehrere Bedien-Panels. Das können mobile Smartphones oder fest installierte Stationen sein, ein PC oder der internetfähige Multimedia-Fernseher im Wohnzimmer.

Im Moment ist intelligentes Wohnen noch relativ kostspielig. Beim bekannten «Smarthome» in Chur wurden fünf Prozent der Bausumme für die Automation eingeplant, und beim Bau stellte sich heraus, dass auch das noch zu wenig war. Es ist aber auch möglich, nur bestimmte Bereiche der Haustechnik zu automatisieren, und das auch nachträglich.
 
 
Text und Bild: hausinfo

Datum: 22.05.2012
Letzte Aktualisierung: 13.03.2012
URL: http://www.hausinfo.ch/home/de/gebaeude/haustechnik.html