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Papiliorama: Besuch des neuen Jungle Treks

Es ist nicht nötig, ans andere Ende der Welt zu fahren, um den Flug der Tukane zu beobachten. Der Jungle Trek, die neue Tropenausstellung der Stiftung Papiliorama in Kerzers, bietet die Möglichkeit eines Spaziergangs zwischen den Baumwipfeln.

Im Jungle Trek, der neuen Tropenausstellung der Stiftung Papiliorama im freiburgischen Kerzers, kann man zwischen den Baumwipfeln spazieren gehen und dabei den Flug der Tukane beobachten.














Der neue Dom mit einem Durchmesser von 40 Metern und 18 Metern Höhe beherbergt einen wilden Dschungel, der eine exakte Kopie von Shipstern, dem Papiliorama-Naturreservat in Belize (Zentralamerika) darstellt. Der mittlerweile 5 bis 6 Meter hohe Wald besteht zu 70 % aus Bäumen, welche aus Samen direkt aus Shipstern gekeimt sind. In fünf Jahren sollte er bereits etwa 15 Meter hoch sein.

Unterschiedlichste Pflanzengesellschaften
Die so entstandene botanische Sammlung bildet ein Mosaik verschiedener Pflanzengesellschaften, das vom Trockentropenwald über Mangroven bis hin zu sumpfigen Savannen reicht. Einer dieser Waldtypen, der Küsten-Trockentropenwald mit Seeräuberpalmen, ist sehr selten und wächst nur an vier Standorten im Yucatangebiet. Es ist das erste Mal, das in Europa ein Tropenwald so präzise kopiert worden ist.

 

TayraZahlreiche Tiere 
Im Jungle Trek, einem nachgebildeten Dschungel, leben auch zahlreiche Tierarten, einige davon in fast völliger Freiheit. Vor allem die Vogelwelt ist mit den Regenbogentukanen oder den riesigen Tuberkelhokos, den Cayennerallen, verschiedenen Taubenarten der Yucatan Halbinsel, den Rosa Löfflern oder dem Blauscheitel-Motmot, einem Meister der Tarnung, auf spektakuläre Weise vertreten.

Grand hoccoAuch verschiedene Säugetiere bewohnen die Gehege im Anbau an den Tropendom. Die Tayras, eine Art baumbewohnender Marder, zeigen sich zum ersten Mal in der Schweiz. Diese sehr aktiven Tiere sind äusserst beweglich und geschickte Kletterer. Im Jungle Trek wird man ausserdem den Weissrüssel-Nasenbär, ein soziales Tier, das in grossen Gruppen lebt und in den amerikanischen Tropenländern oft domestiziert wurde, sowie das Jaguarundi, eine Wildkatze mit wunderschönem braunen Fell, welche ein sehr diskretes und heimliches Leben führt, sowie das Halsbandpekari, ein Wildschwein aus dem tropischen Amerika und eine Hauptbeute des Jaguars, entdecken können.

Etwas diskreter sind die Reptilien wie zum Beispiel die Helmleguane, die Kronenbasiliske oder andere Echsenarten. Hier wird etwas mehr Geduld nötig sein für eine Beobachtung. Wer Glück hat, wird an Regentagen den poetischen Gesang der Agakröte am Rand der verschiedenen Weiher erleben dürfen.

Schliesslich kann man bei einem Spaziergang durch Kerzers auch die anderen Ausstellungen der Stiftung (wieder-)entdecken, insbesondere das eigentliche Papiliorama mit seinen bunten tropischen Schmetterlingen sowie das Nocturama. 

Praktische Informationen und Reisetipps
Öffnungszeiten365 Tage geöffnet, ausser am 25.12. und 01.01.

Während der Sommerzeit von 09.00 bis 18.00 Uhr
(Kasse schliesst um 17.15 Uhr)

Während der Winterzeit von 10.00 bis 17.00 Uhr
(Kasse schliesst um 16.15 Uhr)
EintrittspreiseErwachsene: Fr. 18.-- (Gruppentarif ab 10 Personen: Fr. 15.--)

Kinder (4-15 jährig): Fr. 9.-- (Gruppentarif: Fr. 8.--)

AHV/IV/Studenten : Fr. 15.--
AnreiseMit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Haltestelle «Kerzers Papiliorama»

Mit dem Auto:
Autobahn Yverdon-Bern, Ausfahrt «Kerzers», folgen Sie der Beschilderung (Parkgebühr: Fr. 3.--)



Text: pd / hausinfo
Bilder: zvg

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