Mit Bewegungsmeldern und Videoüberwachung gegen Einbrecher
In der Schweiz werden täglich zwischen 150 und 200 Einbrüche registriert. Viele davon liessen sich mit ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen vermeiden. Dazu gehören auch Bewegungsmelder und Videoüberwachung.
(pg) Tausende Menschen in der Schweiz werden jedes Jahr Opfer von Einbrüchen. Sie müssen den Verlust ihres Hab und Guts in Kauf nehmen, leiden aber besonders auch emotional unter dem Wissen, dass ein Fremder in ihre Privatsphäre eingedrungen ist. Entsprechend wichtig ist es, den Langfingern einen Einbruch so schwer wie möglich zu machen.Sensoren lösen Lichtquelle aus
Einen 100prozentigen Schutz gibt es nicht, aber mit individuellen, an die jeweilige Situation abgestimmten Sicherheitsmassnahmen kann man sich gegen Eindringlinge zur Wehr setzen. Bewegungsmelder sind eine mögliche, die mechanische Sicherungstechnik ergänzende Möglichkeit. Bei Bewegungsmeldern registrieren Sensoren Bewegungen oder Körperwärme und lösen eine Lichtquelle aus, die das betreffende Gebiet ausleuchten.
Bewegungsmelder in der Höhe anbringen
Man kann sich Bewegungsmelder von Elektrofirmen oder Sicherheitsunternehmen installieren lassen. Möchte man dies aber selber tun, gilt es bei der Montage einige Punkte zu beachten: In der Regel müssen um ein Haus mehrere Sensoren und Leuchten befestigt werden, damit kein toter Winkel entsteht. Sowohl Sensor wie auch Leuchtmittel sollten in einer Höhe montiert werden, wo sie sicher vor Manipulation oder Zerstörung sind. Aus diesem Grund dürfen auch die Stromkabel nicht ersichtlich sein.
Radius richtig einstellen
Die Lampe oder der Scheinwerfer müssen Fassade, Fenster und Türen ausleuchten und nicht nur den Bereich davor. Damit nicht jedes herumstreunende Tier den Bewegungsmelder auslöst, sollte darauf geachtet werden, dass dieser erst ca. 40 Zentimeter über dem Boden anspricht. Auf der Frontseite einer Immobilie ist es wichtig, dass der Radius des Bewegungsmelders nicht bis zum Trottoir oder bis zur Strasse reicht, da sonst jeder Fussgänger oder jedes Autos das Licht auslöst.
Grundstück muss einsehbar sein
Keinen Nutzen hat Licht als Abwehrmittel gegen Einbrecher, wenn der ausgeleuchtete Bereich von aussen nur schwer einsehbar ist. Wenn das Grundstück also am Waldrang liegt, von dichtem Buschwerk umgeben ist, oder wenn die nächsten Nachbarn hunderte Meter entfernt sind, kann man sich Bewegungsmelder auch sparen. Es sei denn, man benötige sie zum Ausleuchten von Wegen oder Stolperfallen, will aber nicht die ganze Nacht das Licht brennen lassen. Mit Bewegungsmeldern lässt sich in diesem Falle also auch Strom sparen.
Bewegungsmelder im Innenbereich
Wie im Aussenbereich können Bewegungsmelder auch innerhalb des Hauses ihren Dienst versehen, meistens als Teil einer Alarmanlage. Registriert der Bewegungsmelder eine Bewegung, wird über Funk ein akustischer Alarm ausgelöst oder ein stiller Alarm zur Polizei gesendet.
Fataler Irrtum
Wir gehen wie selbstverständlich davon aus, dass Einbrecher für ihre Diebestouren den Schutz der Dunkelheit suchen. Die Statistik belegt aber, dass dem nicht so ist. Nach Angaben des Vereins für Sicherheitsinformationen finden prozentual die meisten Einbrüche zwischen 10.00 und 13.00 Uhr statt. Dies hat den Experten zufolge damit zu tun, dass Licht und Geräusche in der Nacht viel eher auffallen. Tagsüber ist die Chance grösser, dass niemand zu Hause ist und die Anonymität unserer Gesellschaft hilft den Kriminellen ebenfalls.
Videoüberwachung als Alternative
Deshalb kann eine Videoüberwachung neuesten Datums eine mögliche Alternative sein. Dabei werden eine oder mehrere Kameras mit Bewegungssensoren an strategisch wichtigen Orten um das Haus platziert. Sobald das System eine Bewegung vor dem Objektiv registriert, werden die Bilder in HD-Qualität automatisch aufgezeichnet, bei Dunkelheit auch mittels Nachtsicht-Funktion.
Heutige Systeme ermöglichen es, dass die Live-Bilder jederzeit über das Internet oder mobil via App sogar auf dem iPhone oder dem iPad betrachtet werden können. Einige Kameras lassen sich mit einer Alarmanlage verknüpfen. Der Betrachter der Bilder kann aber auch selber Alarm auslösen, oder die aufgezeichneten Bilder können zumindest bei der Tätersuche behilflich sein.
Text: hausinfo
Bild: ImagePoint (Werbefotografie Simon Bolzern)
Letzte Aktualisierung:
10.11.2011

