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Sicherheit ist eine Schlüsselfrage
In den dunkleren Jahreszeiten haben Einbrecher Hochkonjunktur. Vor allem Einfamilienhausbesitzer stellen sich die Schlüsselfrage, wie das Heim am besten abzusichern ist. Basis für mehr Sicherheit ist dabei eine sichere Tür mit einer hochwertigen und modernen Schliessanlage.
(pg) Das Bedürfnis des Menschen, das eigene Hab und Gut vor dem Zugriff durch Unberechtigte zu schützen, ist nicht neu. Das heute noch häufig in Kellern oder Garderoben verwendete Vorhängeschloss reicht bis in die Zeit der Kelten zurück. Ein Meilenstein war in der Frühgotik die Entwicklung der Schlossfalle, im 19. Jahrhundert folgte das erste Zylinderschloss, das in der Folge zu einem weltweiten Standard wurde. Nur wenig später folgte der erste Doppelbartschlüssel. In der Zwischenzeit hat sich viel getan, die Entwicklung schreitet schnell voran und im Bereich hochwertiger Sicherheitstechnik ist heute vom einfachen mechanischen Schlüssel bis zu elektronischen Schliessanlagen und berührungsloser Identifikationstechnik alles erhältlich.
Türzylinder ist nicht gleich Türschloss
Bei der Auswahl eines geeigneten Schliesssystems stehen Fragen rund um die Produkte und die jeweiligen Hersteller im Vordergrund. Dabei muss beachtet werden, dass der Türzylinder heute ein genormtes Bauelement ist. Der Türzylinder ist aber nicht mit dem Türschloss zu verwechseln. Der Zylinder ist im eigentlichen Sinne die Code-Einheit des in der Tür eingebauten Schlosses, das wiederum das eigentliche Verschlusselement darstellt. Aus diesem Grund werden bei der Planung von Schliessorganisationen Funktionen des Schliesszylinders und der Schlösser getrennt.
Mechanische Schliesssysteme bei Einfamilienhäusern am häufigsten
In Einfamilienhäusern kommen meist mechanische Schliesssysteme zum Einsatz. Sie basieren auf einem durch den Anwender definierten Schliessplan und alle ausgelieferten Zylinder und Schlüssel verfügen über klar definierte Funktionen. Dies setzt dem System auch Grenzen: Ein Verlust von Schlüsseln oder die Änderung der Grundstruktur des Systems zwingt häufig zum Ersatz der gesamten Schliessanlage oder zumindest von Teilen davon.
Zentralschloss für Mehrfamilienhäuser
In Mehrfamilienhäusern, aber auch in Einfamilien- und Reihenhaus-Siedlungen gelangen zumeist Zentralschloss-Anlagen zur Anwendung. Dabei sind zentrale Zugänge wie die Haustüre, das Einstellhallentor oder der Kellereingang von jedem Besitzer mit seinem persönlichen Wohnungs- oder Hausschlüssel zu öffnen. Gleichzeitig passt der Schlüssel aber zu keiner anderen Wohnung oder zu keinem anderen Haus.
Mechatronische Systeme
Komplexer wird es bei der Mechatronik: Sie ergänzt die mechanische Schliesstechnik mit einem elektronischen Berechtigungs-Modul. Bei Schlüsselverlust müssen somit die Zylinder nicht ersetzt werden, sondern der verlorene Schlüssel wird einfach elektronisch ausgesperrt.
Sicherheitsvorteile bei elektronischen Systemen
Noch weit flexibler sind elektronische Schliesssyteme. Dabei werden die Vorteile der Mechatronik beibehalten und zugleich erweitert. Die Zutrittsmedien wie Schlüssel oder Karte enthalten einen Chip, welcher einen berührungslosen Zugang ermöglicht. Mechanische und elektronische Zylinder können in der gleichen Schliessanlage kombiniert werden. Darüber hinaus lassen sich elektronische und herkömmliche mechanische Zylinder mit dem gleichen Schlüssel oder der gleichen Karte bedienen.
Für ein Einfamilienhaus ist eine rein elektronische Variante häufig überdimensioniert und auch deutlich teurer. Die Vorteile betreffend Sicherheit liegen allerdings auf der Hand, denn jeder Schlüssel und jede Karte ist ein Unikat, kann somit nicht kopiert werden und das Auswechseln des Zylinders entfällt. Ausserdem sind die Systeme erweiterbar, so lassen sich beispielsweise bei neusten Anlagen über eine elektronische Steuerung gleichzeitig auch Alarmanlage, Raumüberwachung und Heizung via Mobiltelefon steuern.
Herstellersysteme gibt es viele und je nach Anforderungsprofil bestehen unterschiedlichste Lösungen. Sowohl beim Bau eines Eigenheims als auch bei der Nachrüstung nicht mehr zeitgemässer Systeme empfiehlt sich der Beizug eines Spezialisten, der über die Vor- und Nachteile Auskunft erteilt und die passende Anlage erstellt.
Das schwächste Glied in der Kette…
Unabhängig vom Schliesssystem ist die Widerstandsfähigkeit einer Tür gegen unberechtigten Zutritt als Ganzes aber nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette: Der Einsatz moderner Schliessanlagen lohnt sich entsprechend nur, wenn die Türe stabil und der Rahmen im Mauerwerk fest verankert ist. Beim Einsatz von Glas ist auf ein Verbundssicherheitsglas zu achten und ebenso bedeutend sind die Stabilität und die sichere Verankerung der Scharniere einer Türe.
Text: hausinfo
Bilder: Kaba
Letzte Aktualisierung:
02.02.2011