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Zu Hause in Gefahr

Fast eine Million Unfälle jährlich passieren in «Haus und Freizeit». Wie Sie das Risiko für einige der häufigsten Ursachen für Verletzungen und Todesfälle mindern können.

Machen Sie's besser: Nicht mit schlechter Sicht die Treppe hinuntersteigen.(msc) Wo halten Sie sich häufig auf? Am Arbeitsplatz – und wahrscheinlich auch zu Hause. Naheliegend, dass die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) in «Haus und Freizeit» am meisten Nichtberufsunfälle zählt: 603'000 waren es laut dem Bericht «Unfallgeschehen in der Schweiz 2008» im Jahr 2005 (Sport: 294'000, Strassenverkehr: 94'000). Erschreckend dabei: 1'359 Menschen starben infolge der Unfälle in «Haus und Freizeit», fast 2'800 wurden invalid.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, und besonders gefährlich ist – gemessen an der Zahl der Verunfallten – das «Umhergehen in Haus und Garten». Diese Tätigkeit klingt nicht besonders aufregend, und darin liegt wohl gerade die Gefahr: Zu Hause kennt man alles, fühlt sich sicher und ist weniger wachsam. Dabei wären mit einfachen Massnahmen viele Unfälle vermeidbar.

Zuoberst auf der Hitparade der häufigsten Unfallarten stehen Stürze. Die Hälfte der Stürzenden stolpert oder rutscht auf gleicher Ebene aus, ein Viertel stürzt aus der Höhe, ein Fünftel fällt auf Treppen um. Auf Treppen gilt deshalb grundsätzlich: Lasten so tragen, dass die Sicht frei ist, Treppen mit mindestens einem Handlauf versehen, Treppenkanten markieren; Treppenbereiche gut ausleuchten. So sinkt das Risiko der gefährlichen Treppenstürzen bereits beträchtlich. Auf ebenem Boden sollten Kabel gut geführt sein, Teppiche mit einer Gleitschutzunterlage versehen und verschüttete Flüssigkeiten sofort aufgeputzt werden.

Um Stürze aus der Höhe zu vermeiden, überlassen Sie Stühlen und Bücherbeigen die Rolle, die ihnen entspricht – als Steighilfe oder Leiter sind sie unbrauchbar. Am besten eignen sich Haushaltleitern mit breiten Tritten (nicht Sprossen), rutschfesten Belägen und einem Sicherheitsbügel. Gummifüsse verleihen der Leiter einen guten Stand und schonen nebenbei den Boden. Wenn Sie drinnen oder draussen eine Anstellleiter einsetzen müssen, darf diese weder zu flach noch zu steil stehen. Die bfu empfiehlt einen Winkel von rund 70 Grad. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie Kajütenbetten schenken: Für Kinder sind es mehr als Betten und sollten entsprechend stabil und sicher sein.

Neben Stürzen drohen in Haus und Garten weitere Gefahren: Sie können einen Stromschlag erleiden, sich verbrennen oder gar ertrinken. Auf www.bfu.ch gibt es zahlreiche Checklisten mit Tipps zur Risikoverminderung.


Text und Bild: hausinfo


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Letzte Aktualisierung: 29.09.2011